Welcher Entsafter passt zu dir? Erfahre, worauf es bei der Wahl des richtigen Slow Juicers wirklich ankommt.
Frisch gepresste Säfte aus Obst und Gemüse sind eine wunderbare Ergänzung für eine ausgewogene Ernährung. Doch nicht jeder Entsafter arbeitet gleich – und die Unterschiede können erheblich sein. In diesem umfassenden Ratgeber erfährst du alles über Slow Juicer: von den verschiedenen Bauarten über die wichtigsten Auswahlkriterien bis hin zu konkreten Produktempfehlungen.
Was ist ein Slow Juicer?
Ein Slow Juicer (auch Kaltentsafter genannt) ist ein Entsafter, der mit niedriger Drehzahl arbeitet – typischerweise zwischen 40 und 110 Umdrehungen pro Minute. Im Gegensatz zu herkömmlichen Zentrifugenentsaftern, die mit mehreren tausend Umdrehungen arbeiten, presst ein Slow Juicer die Zutaten langsam und schonend aus.
Gut zu wissen
Die Bezeichnung „langsam" bezieht sich auf die Drehzahl, nicht auf die Zubereitungszeit. Das Entsaften dauert mit einem Slow Juicer nur unwesentlich länger als mit schnelleren Geräten.
Die drei wichtigsten Merkmale
- Geringe Wärmeentwicklung: Durch die niedrige Drehzahl entsteht kaum Reibungswärme. Das ist relevant, weil einige Inhaltsstoffe wie bestimmte Enzyme temperaturempfindlich sind.
- Reduzierte Sauerstoffeinwirbelung: Im Vergleich zu Zentrifugenentsaftern wird deutlich weniger Luft in den Saft eingewirbelt. Das kann sich positiv auf Geschmack und Haltbarkeit auswirken.
- Hohe Saftausbeute: Die kraftvolle Pressmechanik extrahiert mehr Flüssigkeit aus dem Pressgut. Der zurückbleibende Trester ist meist sehr trocken.
Drehzahlen im Überblick
Die Drehzahlen unserer Slow Juicer reichen von 38 bis 110 Umdrehungen pro Minute. Geräte wie die Hurom Saftpressen der 3. Generation arbeiten mit nur 43 U/min, der Angel Juicer mit 82 U/min.
Gut zu wissen
Das Gerät mit der niedrigsten Drehzahl ist nicht automatisch das beste. Entscheidend ist, wie effektiv der Slow Juicer die Flüssigkeit extrahiert – und das hängt vom gesamten Pressverfahren ab, nicht nur von der Drehzahl.
Welche Entsafter-Arten gibt es?
Bevor wir tiefer in die Welt der Slow Juicer eintauchen, hier ein Überblick über die verschiedenen Entsafter-Kategorien:
Dampfentsafter
Arbeiten mit heißem Wasserdampf (über 100°C). Ideal für große Mengen und lange Haltbarkeit durch die Erhitzung. Für den täglichen Frischsaft-Genuss jedoch weniger geeignet, da die hohe Temperatur Geschmack und Inhaltsstoffe verändert.
Zentrifugenentsafter
Die am häufigsten verkaufte Kategorie. Schleudern das Pressgut mit hoher Geschwindigkeit (oft über 10.000 U/min). Schnell und komfortabel, aber die intensive Luftverwirbelung führt zu starker Schaumbildung und schnellerem Geschmacksverlust.
Slow Juicer (Saftpressen)
Arbeiten mit 40–110 U/min und trennen den Saft durch mechanischen Druck. Geringe Wärmeentwicklung, wenig Schaumbildung, hohe Saftausbeute. Die schonendste Art zu entsaften.
Zitruspressen
Speziell für Zitrusfrüchte wie Orangen, Zitronen und Grapefruits. Einfach in der Handhabung, aber auf eine Fruchtgruppe beschränkt.
Die Vorteile von Slow Juicern
Schonende Verarbeitung
Die niedrige Drehzahl ist das Herzstück der Slow-Juicer-Technologie. Geräte wie die Hurom H-320N arbeiten mit nur 43 Umdrehungen pro Minute. Diese langsame Rotation erzeugt kaum Reibungswärme und minimiert den Kontakt mit Sauerstoff.
Hohe Ergiebigkeit
Trotz der geringen Geschwindigkeit entwickeln die Presswalzen eines Slow Juicers enorme Kraft. Durch das untersetzende Getriebe wird das Pressgut regelrecht ausgequetscht. Das Ergebnis: mehr Saft und ein sehr trockener Trester.
Tipp: Bei regelmäßigem Entsaften macht sich die höhere Saftausbeute auch im Geldbeutel bemerkbar – du brauchst weniger Zutaten für die gleiche Saftmenge.
Vielseitigkeit
Hochwertige Slow Juicer verarbeiten nicht nur klassisches Obst und hartes Gemüse wie Karotten, sondern auch anspruchsvolle Zutaten wie Blattgemüse, Kräuter und Gräser. Besonders horizontale Modelle wie der Angel Juicer glänzen bei Weizengras und Sellerie.
Angenehme Lautstärke
Die meisten Slow Juicer arbeiten deutlich leiser als Zentrifugenentsafter. Das morgendliche Entsaften stört weder schlafende Familienmitglieder noch Nachbarn.
Vertikale vs. horizontale Slow Juicer
Slow Juicer gibt es in zwei grundlegenden Bauformen, die jeweils ihre eigenen Stärken haben.
| Kriterium | Vertikale Slow Juicer | Horizontale Slow Juicer |
|---|---|---|
| Platzbedarf | Kompakt, schmal | Mehr Stellfläche nötig |
| Bedienung | Zutaten fallen von selbst nach, wenig Kraftaufwand | Aktives Nachschieben mit Stößel erforderlich |
| Reinigung | Meist etwas einfacher | Kann aufwändiger sein |
| Obst & hartes Gemüse | Hervorragend | Sehr gut |
| Blattgemüse & Gräser | Gut | Exzellent (besonders Twin-Gear-Modelle) |
| Sellerie | Gut | Hervorragend |
| Intensivnutzung | Für normale Haushaltsmengen | Auch für größere Mengen geeignet |
Vertikale Slow Juicer im Detail
Bei vertikalen Modellen werden die Zutaten oben eingefüllt und wandern durch die Schwerkraft nach unten, wo sie von der rotierenden Presswalze erfasst werden. Die meisten Geräte ziehen die Zutaten nahezu selbstständig ein – sehr komfortabel.
Vertikale Entsafter eignen sich ideal für den täglichen Gebrauch mit üblichen Mengen. Beliebte Modelle sind der Hurom H-320N, der Kuvings AUTO10S und der Kuvings REVO 830.
Horizontale Slow Juicer im Detail
Horizontale Geräte pressen das Pressgut mit einer oder zwei waagerecht liegenden Walzen. Besonders Twin-Gear-Modelle (Doppelwalzen) wie der Angel Juicer zerkleinern das Pressgut extrem fein und pressen es mit enormer Kraft aus.
Wer regelmäßig Blattgemüse, Weizengras oder größere Mengen entsaften möchte, sollte einen Blick auf horizontale Modelle werfen.
Verschiedene Zutaten – verschiedene Ergebnisse
Nicht alle Slow Juicer entsaften alle Zutaten gleich gut. Je nach Bauart fällt das Ergebnis unterschiedlich aus. Wir haben mit unseren Entsaftern über 30 verschiedene Lebensmittel getestet – frag uns gerne nach Details zu deinen Lieblingszutaten.
Unsere Empfehlungen 2025
Die folgenden Geräte haben wir selbst ausgiebig getestet und führen sie in unserem Sortiment. Alle Modelle sind hochwertig verarbeitet und liefern erstklassige Ergebnisse.
Top 5 Vertikale Entsafter
1. Hurom H-320N & H-330P
Die Hurom-Flaggschiffe teilen sich den ersten Platz. Mit nur 43 U/min arbeiten sie extrem schonend, sind einfach zu bedienen und liefern hervorragende Saftqualität. Die Reinigung geht leicht von der Hand, und die Verarbeitung ist erstklassig.
2. Kuvings AUTO10S
Der erste Self-Feeding Slow Juicer von Kuvings – ein echter Komfort-Champion. Große Zutaten können direkt eingefüllt werden, das Gerät verarbeitet sie selbstständig. Die Reinigung ist ein Kinderspiel. Perfekt für alle, die Wert auf maximalen Komfort legen.
3. Hurom H-AA
Ein bewährter Klassiker, der auch 2025 noch eine klare Kaufempfehlung ist. Super zuverlässig, tolle Säfte – und der Preis hat sich mittlerweile fast halbiert. Ein echtes Schnäppchen für Einsteiger und Fortgeschrittene.
4. Hurom H70-ST
Modernes Design, kompakte Form, hochwertige Verarbeitung. Saftausbeute und -qualität sind einen Tick besser als beim H-320N. Der Saft ist fein und enthält wenig Faserstoffe.
5. Kuvings REVO 830
Das klassische Flaggschiff von Kuvings mit der größten Einfüllöffnung am Markt. Komfortables Entsaften ohne lange Vorbereitung. Sehr ergiebig und vielseitig einsetzbar.
Top 3 Horizontale Entsafter
1. Angel Juicer
Der Rolls-Royce unter den Entsaftern. Komplett aus Edelstahl gefertigt, höchste Ergiebigkeit, perfekt für Blattgemüse, Weizengras und Sellerie. Die Twin-Gear-Technologie extrahiert wirklich jeden Tropfen.
Hinweis: Der Angel Juicer ist eine Premium-Investition. Die Siebe (ca. 225 €) sind empfindlich – bitte pfleglich behandeln.
2. Omega Juicer MM1500
Die verstärkte Version des MM900, speziell für Selleriesaft und größere Mengen (bis 1,5 Liter) ausgelegt. Robust, zuverlässig, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
3. Sana Supreme EUJ-727
Wunderschönes Design trifft auf solide Technik. Hohe Saftqualität und -ausbeute, vorbildliche Garantieleistungen. Ein rundum gelungenes Paket.
Kaufberatung: So findest du den richtigen Entsafter
Die Wahl des passenden Slow Juicers hängt von deinen individuellen Bedürfnissen ab. Hier die wichtigsten Fragen, die du dir stellen solltest:
Welche Zutaten möchtest du hauptsächlich entsaften?
- Obst und hartes Gemüse (Äpfel, Karotten, Rote Bete): Alle Slow Juicer eignen sich hervorragend. Vertikale Modelle sind hier besonders komfortabel.
- Blattgemüse, Kräuter, Gräser (Spinat, Grünkohl, Weizengras): Horizontale Entsafter mit Doppelwalze haben die Nase vorn. Der Angel Juicer ist hier unser Spitzenreiter.
- Sellerie: Auch hier sind horizontale Geräte im Vorteil. Der Omega MM1500 wurde speziell für Selleriesaft optimiert.
Wie oft und wieviel möchtest du entsaften?
- Gelegentlich (2–3x pro Woche): Ein vertikaler Entsafter wie der Hurom H-AA ist ideal.
- Täglich, kleinere Mengen: Komfort-Modelle wie der Kuvings AUTO10S machen den täglichen Einsatz zum Vergnügen.
- Täglich, größere Mengen (1 kg+ Zutaten): Horizontale Geräte sind für intensive Nutzung besser ausgelegt. Angel Juicer oder Omega MM1500 sind hier die richtige Wahl.
Wie wichtig ist dir die Reinigung?
Wer wenig Zeit hat, sollte auf einfache Reinigung achten. Der Kuvings AUTO10S gilt hier als besonders unkompliziert. Horizontale Geräte mit Doppelwalze erfordern etwas mehr Reinigungsaufwand.
Welches Budget hast du?
- Einstieg (unter 350 €):Hurom H-AA – unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis
- Mittelklasse (350–650 €):Hurom H-320N, Hurom H70-ST, Omega MM1500
- Premium (über 650 €):Kuvings AUTO10S, Sana EUJ-727, Angel Juicer
Elektrische Entsafter vs. manuelle Saftpressen
Neben den elektrischen Slow Juicern gibt es auch manuelle Saftpressen auf dem Markt. Beide Varianten haben ihre Daseinsberechtigung – die Wahl hängt von deinen Anforderungen ab.
Elektrische Saftpressen
- Vorteile: Schneller und bequemer in der Handhabung, da der Motor die Pressarbeit übernimmt. Besser geeignet für klassisches Obst und Gemüse sowie für größere Saftmengen.
- Nachteile: In der Regel teurer als manuelle Modelle. Benötigen Strom und einen Stellplatz in der Küche.
Manuelle Saftpressen
Vorteile: Günstiger im Preis, kein Strom nötig, leichter zu reinigen und zu transportieren. Deutlich platzsparender. Besonders gut geeignet für Gräser wie Weizengras und Gerstengras.
Nachteile: Erfordern mehr körperliche Anstrengung und Zeit. Für größere Mengen oder hartes Gemüse weniger praktikabel.
Unser Fazit
Für den regelmäßigen Einsatz mit verschiedenen Zutaten empfehlen wir einen elektrischen Slow Juicer. Wer hauptsächlich Gräser entsaften möchte, wenig Platz hat oder ein kleines Budget, kann mit einer manuellen Saftpresse glücklich werden.
Pflege & Tipps: So hält dein Slow Juicer lange
Direkt nach dem Entsaften reinigen
Der wichtigste Tipp: Reinige deinen Entsafter sofort nach der Nutzung. Angetrocknete Saft- und Tresterreste sind nur schwer zu entfernen und können metallische Bauteile wie Siebe oder Walzen durch Korrosion beschädigen.
Geduld beim Entsaften
Slow Juicer brauchen ihre Zeit. Drücke die Zutaten nicht mit Gewalt auf die Pressschnecke – das beschleunigt den Vorgang nicht, sondern belastet das Gerät unnötig. Fülle lieber kleine Mengen nach und warte, bis sie verarbeitet sind.
Füllmengen beachten
Die meisten Haushalts-Entsafter sind für kleinere Saftmengen (unter 1 Liter) ausgelegt. Wer täglich große Mengen harter Zutaten entsaften möchte, sollte zu einem leistungsstärkeren Modell greifen.
Zutaten richtig vorbereiten
Schneide größere Zutaten in passende Stücke. Bei Geräten mit großer Einfüllöffnung wie dem Kuvings REVO 830 oder dem AUTO10S ist weniger Vorbereitung nötig.
Warum kommen die besten Slow Juicer aus Korea?
Nahezu alle hochwertigen Slow Juicer stammen aus Südkorea – und das hat gute Gründe.
In Korea hat das Entsaften eine lange Tradition. Seit den späten 1980er Jahren ist es dort ein anhaltender Trend, Obst und Gemüse regelmäßig zu entsaften. Während Entsafter in deutschen Haushalten eher die Ausnahme sind, gehören sie in koreanischen Küchen zur Standardausstattung.
Diese hohe Nachfrage hat einen intensiven Wettbewerb unter den Herstellern geschaffen. Mehr als 30 Jahre intensive Forschung und Entwicklung haben zu den hervorragenden Geräten geführt, die wir heute kennen.
Die wichtigsten koreanischen Hersteller
- Hurom: Pionier der Slow-Juicer-Technologie, bekannt für schonende Entsaftung und elegantes Design. Unser Favorit bei vertikalen Geräten.
- Kuvings: Teil von NUC Electronics, spezialisiert auf komfortable Bedienung und große Einfüllöffnungen.
- Angel Juicer: Erfinder der Twin-Gear-Technologie, Premium-Segment mit kompromissloser Qualität.
- Greenstar: Eng verbunden mit Angel Juicer – als sich die Unternehmensgründer trennten, entstand Greenstar als eigenständige Marke. Neben Angel Juicer der einzige Hersteller mit echter Twin-Gear-Technologie (Doppelwalzen-Presswerk).
Unser Tipp: Nicht nur Früchte entsaften
Viele Einsteiger entsaften hauptsächlich Obst. Das ist ein guter Anfang – aber der wahre Mehrwert eines Slow Juicers zeigt sich bei Gemüsesäften.
Probiere doch mal grüne Säfte aus Gurke, Sellerie, Spinat oder Grünkohl, verfeinert mit Apfel oder Zitrone für etwas Süße und Frische. Der Geschmack ist anfangs vielleicht ungewohnt, aber viele unserer Kunden möchten ihre grünen Säfte nicht mehr missen.
Häufig gestellte Fragen
Dauert das Entsaften mit einem Slow Juicer länger?
Die Bezeichnung „Slow" bezieht sich auf die Drehzahl, nicht auf die Gesamtdauer. Das Entsaften dauert mit einem Slow Juicer nur unwesentlich länger als mit einem Zentrifugenentsafter – oft ist der Unterschied kaum spürbar.
Welcher Entsafter ist der beste für Sellerie?
Für Selleriesaft empfehlen wir horizontale Entsafter. Der Angel Juicer liefert die höchste Ausbeute, der Omega MM1500 ist speziell für Sellerie optimiert und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Kann ich mit einem Slow Juicer auch Weizengras entsaften?
Ja, aber nicht alle Modelle eignen sich gleich gut. Horizontale Entsafter mit Doppelwalze (wie der Angel Juicer) extrahieren aus Gräsern deutlich mehr Saft als vertikale Geräte.
Slow Juicer oder Mixer – was ist besser?
Das kommt auf deine Vorlieben an. Ein Slow Juicer extrahiert den reinen Saft ohne Faserstoffe – das Ergebnis ist dünnflüssig und leicht bekömmlich. Ein Mixer zerkleinert die kompletten Zutaten (inklusive Ballaststoffe) zu einem dickflüssigen Smoothie. Beide haben ihre Berechtigung!
Wie lange hält der frisch gepresste Saft?
Am besten genießt du deinen Saft direkt nach dem Pressen. Im Kühlschrank hält sich Slow-Juicer-Saft in einem luftdicht verschlossenen Behälter etwa 24–48 Stunden. Säfte aus Zentrifugenentsaftern sollten schneller getrunken werden, da sie mehr Sauerstoff enthalten.
Finde deinen perfekten Slow Juicer
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