Milchalternativen liegen im Trend, besonders Mandel- und Sojamilch sind sehr gefragt. Doch es gibt noch weitere Möglichkeiten, zu denen auch die Hafermilch zählt. Nachfolgend stelle ich mein Rezept vor.

Selbst gemachte Hafermilch
Am besten sofort genießen

Hafermilch – ein kurzes Vorwort

Zunächst möchte ich vorwegnehmen, dass ich kein allzu großer Freund der Hafermilch bin. Grund dafür ist das eigentliche Resultat. Der Geschmack der Milch überzeugt mich nicht wirklich (schmeckt irgendwie fade) und auch die Farbe ist nicht so schön weiß, wie es beispielsweise bei Mandelmilch der Fall ist. Wenn es um Milchalternativen geht, sind Mandel- und Cashewmilch meine klaren Favoriten. Dennoch habe ich mir große Mühe gegeben und im Lauf der Monate unzählige Varianten der Hafermilch ausprobiert, um ein – meiner Ansicht nach – brauchbares Ergebnis zu erzielen.

Trotzdem möchte ich niemanden davon abhalten, Hafermilch selber zu machen. Zumal es Gründe gibt, die für diese Milchalternative sprechen. Da wären vor allem die Kosten: Im Vergleich zu Mandeln oder Cashews sind die Haferflocken deutlich günstiger. Zudem wissen Haferflocken bei der Klimabilanz zu überzeugen.

Rezept für selbst gemachte Hafermilch

Für 0,25 Liter Hafermilch

  • 35 Gramm Haferflocken
  • 0,25 Liter Wasser
  • Optional: 1-2 Datteln

Zubereitung

Nach unzähligen Versuchsreihen und teilweise komplexen Verfahrensweisen (z.B. Anrösten oder Aufkochen mit anschließendem Passieren der Masse), bin ich am Ende bei der simpelsten Methode angekommen, die es gibt.

Ich gebe die Haferflocken zusammen mit dem Wasser in den Mixer. Dann wird er eingeschaltet und mixt ca. zwei Minuten lang. Der Mixer sollte unbedingt auf höchster Stufe arbeiten, damit ein besonders feines Ergebnis erzielt wird. Die Hafermilch ist danach so fein, dass man sie nicht mehr filtern muss – die Flocken sind perfekt aufgelöst. Die Zugabe der Datteln folgt optional. Gerade in Verbindung mit Cornflakes ist mir die pure Hafermilch zu bitter. Die Datteln bringen eine angenehme Süße ins Spiel.

Weil es so viele verschiedene Rezepte zur Herstellung von Hafermilch gibt, habe ich entschlossen, noch ein paar Anmerkungen zu machen und meine Erfahrungen zu teilen. Die folgenden Abschnitte geben wieder, was ich ihm Rahmen meiner Küchenexperimente herausgefunden habe.

Kein separates Erhitzen der Flocken

Einige Foodblogger schwören darauf, ihre Haferflocken zusammen mit dem Wasser zu erhitzen. So soll der Geschmack der Flocken besser in die spätere Milch übergehen. Ich kann dies aber nicht wirklich bestätigen, zumal die Masse dann beginnt, auszuschleimen. Wenn ich zwei Minuten lang auf höchster Stufe mixe, erwärmt sich die Hafermilch im Mixbehälter automatisch. Das genügt mir, zumal sie dann nur wenig Haferschleim bildet.

Kein Passieren des Mixguts

Sofern die Zubereitung im Hochleistungsmixer auf höchster Stufe erfolgt, ist die Hafermilch schon so unglaublich fein, dass es schlichtweg nicht mehr erforderlich ist, sie zu passieren. Mit einem sehr feinen Tuch habe ich das einmal gemacht, um festzustellen, dass die Milch dann wieder relativ klar ist und eher nach Wasser aussieht. Außerdem war ihr Geschmack besonders fade.

Hafermilch immer frisch zubereiten

Nach einem erfolgreichen Mixvorgang sind die Haferflocken fein aufgelöst. Doch anders als beispielsweise bei Mandelmilch bleibt diese Verbindung nicht bestehen, d.h. Wasser und Flocken trennen sich wieder. Zwar lässt sich das Ganze wieder aufschütteln, jedoch stellt mich das nicht zufrieden. Deshalb ziehe ich es vor, die Hafermilch stets frisch zu machen, was in Anbetracht des geringen Aufwands vertretbar ist.

Haferflocken abwiegen
Ab in den Mixbehälter
Wasser hinzugeben und dann mixen
unfüllen und dann genießen

Ergänzende Rezeptempfehlungen

Mandelmilch

Die beliebste Wahl unter den Milchalternativen. Intensiv im Geschmack und mit einer tollen Farbe!

Cashewmilch

Aus Cashewsnüssen lässt sich ebenfalls ein toller Milchersatz herstellen. Besonders in gesüßter Variante sehr lecker.

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Wenn man die Hafermilch zum Kochen nutzt muss man allerdings aufpassen, mir ist sie im Vergleich zu herkömmlicher Hafermilch sofort angebrannt. Ansonsten finde ich sie sehr lecker.
    Vielen Dank!

  2. Welchen mixer verwenden Sie?

    1. Überwiegend den Bianco Primo.

  3. Danke für das einfache Rezept! Werde es gleich ausprobieren.

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