Dörrautomat — Kaufberatung & Vergleich
Welches Dörrgerät passt zu dir? Erfahre, worauf es bei der Wahl des richtigen Dörrautomaten wirklich ankommt.
Dörren ist eine der bekanntesten Konservierungsmethoden – und erlebt gerade ein echtes Revival. Ob Apfelchips, Fruchtleder, Kräcker oder getrocknete Kräuter: Mit einem guten Dörrgerät lassen sich Lebensmittel durch Trocknung haltbar machen und zu leckeren Snacks verarbeiten. In diesem Ratgeber zeigen wir dir, welche Technologien es gibt, worauf du beim Kauf achten solltest und welche Geräte wir empfehlen.
Infrarot vs. Konvektion: Zwei Dörr-Technologien
Dörrgeräte arbeiten mit zwei grundlegend verschiedenen Technologien. Die Wahl der Technologie ist die wichtigste Entscheidung beim Kauf.
| Kriterium | Infrarot (C.I. IR D5) | Konvektion / Warmluft |
|---|---|---|
| Funktionsweise | Infrarotwellen erwärmen die Oberfläche des Dörrguts direkt, ohne die Umgebungsluft zu erhitzen | Erwärmte Luft umströmt das Dörrgut und entzieht ihm Feuchtigkeit |
| Gleichmäßigkeit | Sehr gleichmäßig, da das gesamte Dörrgut durchdrungen wird | Gut bei horizontalem Luftstrom, bei vertikalem müssen Einschübe ggf. getauscht werden |
| Dörrzeit | Tendenziell kürzer (je nach Dörrgut und Einstellung) | Standard |
| Rohkost-Qualität | Präzise Temperaturkontrolle, ideal für Rohkost | Gut, sofern Temperatur präzise regelbar |
| Lautstärke | Leise im Betrieb | Abhängig vom Ventilator |
| Preisbereich | Premium (ca. 649 €) | Ab ca. 59 € |
Konvektions-Dörrgeräte im Detail
Die Mehrheit der Dörrgeräte arbeitet mit Heizelementen und einem Ventilator. Die erwärmte Luft zirkuliert durch den Innenraum und nimmt die Feuchtigkeit des Dörrguts auf. Moderne Geräte arbeiten mit einem Temperaturintervall – die Temperatur schwankt leicht um den eingestellten Wert, wodurch die Feuchtigkeit besser abtransportiert wird.
Entscheidend ist die Richtung des Luftstroms: Geräte mit horizontalem Luftstrom (wie die Wartmann-Modelle) verteilen die Wärme gleichmäßiger als Stapel-Dörrgeräte, bei denen die warme Luft von unten nach oben steigt.
Infrarot-Dörrgeräte
Beim Infrarot-Dörren erwärmen die Strahlen das Dörrgut direkt, ohne Umweg über die Umgebungsluft. Das Ergebnis ist eine besonders gleichmäßige Trocknung bei kürzerer Dörrzeit. Das C.I. IR D5 ist das einzige Infrarot-Dörrgerät in unserem Sortiment und unsere Premium-Empfehlung.
Das C.I. IR D5 bietet zwei Betriebsmodi:
- Sonnenmodus (Infrarot): Die Infrarotwellen erwärmen das Dörrgut direkt. Die Strahlen dringen wenige Millimeter tief ein, sodass das Dörrgut gleichmäßig von außen und innen trocknet. Die Einschübe müssen nicht rotiert werden.
- Schattenmodus (Warmluft): Trocknung ausschließlich mit erwärmter Luft – vergleichbar mit klassischen Konvektionsgeräten. Praktisch, wenn du die Infrarot-Funktion einmal nicht benötigst.
Unsere Dörrgeräte
Die folgenden Geräte führen wir aktuell in unserem Sortiment.
| Modell | Technologie | Highlights |
|---|---|---|
| Infrarot-Dörrgerät C.I. IR D5 | Infrarot | Infrarot-Trocknung, leise, hochwertiges Design, Edelstahl-Einschübe |
| Wartmann WM-2512 DH | Konvektion | 12 Einschübe, Edelstahl, große Dörrfläche |
| Wartmann WM-2110 DH | Konvektion | Edelstahl, schönes Design, horizontaler Luftstrom |
| Wartmann WM-2206 DH | Konvektion | 6 Einschübe, Edelstahl, kompakt |
| Dahlert Mini Dörrgerät | Konvektion | Kompakt, ideal für kleine Haushalte und zum Ausprobieren |
Kaufberatung: So findest du das richtige Dörrgerät
Die Wahl des passenden Dörrautomaten hängt von deinen individuellen Bedürfnissen ab. Hier die wichtigsten Fragen:
Was möchtest du hauptsächlich dörren?
- Obst & Gemüse (Apfelchips, Tomatenchips, Bananenchips): Jedes unserer Geräte eignet sich hervorragend. Achte auf genügend Dörrfläche – Obst und Gemüse benötigen viel Platz auf den Einschüben.
- Rohkost (Kräcker, Brote, Kuchen unter 42°C): Die Temperatur muss präzise regelbar sein. Das C.I. Infrarot-Dörrgerät ist hier unsere erste Wahl, da Infrarot die eingestellte Temperatur präzise hält.
- Kräuter & Pilze: Geringe Mengen reichen – der Dahlert Mini oder der Wartmann WM-2206 DH sind ideal.
- Fruchtleder & Teige: Hier brauchst du Dörrfolien, damit nichts durch die Gitter tropft. Achte darauf, passende Folien mitzubestellen.
Wie oft und wie viel möchtest du dörren?
- Gelegentlich, kleine Mengen: Der Dahlert Mini ist kompakt und reicht zum Ausprobieren.
- Regelmäßig, moderate Mengen: Der Wartmann WM-2206 DH mit 6 Einschüben bietet ein gutes Verhältnis aus Platz und Preis.
- Häufig, große Mengen: Der Wartmann WM-2512 DH mit 12 Einschüben bietet die größte Dörrfläche. Generell gilt: Lieber etwas größer kaufen – die Dörrgitter sind schneller voll, als man denkt.
Welches Budget hast du?
- Einstieg (unter 100 €): Dahlert Mini – kompakt und günstig zum Ausprobieren
- Mittelklasse (200–300 €): Wartmann WM-2206 DH, WM-2110 DH oder WM-2512 DH – Edelstahl-Qualität, horizontaler Luftstrom
- Premium (ab 649 €): C.I. Infrarot-Dörrgerät IR D5 – Infrarot-Technologie – präzise Temperaturkontrolle, ideal für Rohkost
Vorteile eines Dörrgeräts gegenüber dem Backofen
Grundsätzlich lässt sich Dörrgut auch im Backofen trocknen. Allerdings hat ein Dörrgerät entscheidende Vorteile:
- Präzise Temperatur: Gute Dörrgeräte halten die eingestellte Temperatur zuverlässig – auch unter 42°C für Rohkost. Ein Backofen bietet meist weniger Kontrolle bei niedrigen Temperaturen.
- Optimale Luftzirkulation: Die abgestimmte Warmluftzirkulation umströmt das Dörrgut gleichmäßig. Im Backofen ist die Luftverteilung deutlich schlechter.
- Energieeffizienz: Ein Dörrgerät hat eine geringere Nennleistung als ein Backofen und ist auf Dauerbetrieb bei niedrigen Temperaturen ausgelegt.
- Mehr Dörrfläche: Die Einschübe eines Dörrgeräts bieten mehr Fläche als ein Backblech. Das ist besonders beim Trocknen von Obst relevant, wo die Stücke nebeneinander liegen müssen.
- Timer & Abschaltautomatik: Moderne Dörrgeräte schalten sich nach der eingestellten Zeit ab. Kein Wecker stellen, kein manuelles Ausschalten nötig.
Energieverbrauch beim Dörren
Dörrgeräte laufen oft 10–18 Stunden am Stück – klingt viel, ist aber überraschend sparsam. Der tatsächliche Leistungsbedarf eines vollbestückten Dörrgeräts liegt meist deutlich unter der Nennleistung. Als Beispiel: Bei einem tatsächlichen Verbrauch von ca. 300 Watt und einer Dörrdauer von 18 Stunden ergibt sich ein Gesamtverbrauch von ca. 5,4 kWh – bei einem Strompreis von ca. 36 Cent/kWh (Stand 2026) sind das knapp 2 Euro pro Dörrvorgang.
Gut zu wissen
Die Watt-Angabe des Herstellers entspricht nicht dem tatsächlichen Verbrauch. Der reale Stromverbrauch hängt von der Raumtemperatur, der gewählten Dörrtemperatur und der Beladung ab – und liegt meist deutlich unter der Herstellerangabe.
Rohkost im Dörrgerät
In der Rohkostküche ist das Dörrgerät unverzichtbar. Kräcker, Brote, Kuchen und viele andere Speisen lassen sich in Rohkostqualität zubereiten – vorausgesetzt, die Temperatur überschreitet laut gängiger Rohkost-Empfehlung nicht 42°C.
Deshalb ist eine präzise Temperatursteuerung so wichtig: Das Gerät muss die eingestellte Temperatur zuverlässig halten. Besonders das Infrarot-Verfahren eignet sich hervorragend für Rohkost – die Infrarotwellen trocknen bei gleichmäßiger Temperaturverteilung.
Die Dörrzeiten bei Rohkost-Temperaturen sind länger. Plane je nach Dörrgut mit der 1,5- bis 2-fachen Zeit gegenüber höheren Temperatureinstellungen.
Typische Dörrzeiten im Überblick
Die tatsächliche Dörrzeit hängt von der Dicke der Stücke, der Feuchtigkeit des Lebensmittels, dem Gerät und der gewählten Temperatur ab. Die folgenden Werte sind Erfahrungsrichtwerte und können je nach Bedingungen abweichen:
| Lebensmittel | Temperatur | Dörrzeit (ca.) |
|---|---|---|
| Apfelringe | 55–65°C | 8–12 Stunden |
| Bananenchips | 55–65°C | 10–14 Stunden |
| Tomatenscheiben | 55–65°C | 8–14 Stunden |
| Kräuter (Basilikum, Oregano) | 35–45°C | 4–8 Stunden |
| Pilze | 50–60°C | 6–10 Stunden |
| Fruchtleder | 55–65°C | 8–12 Stunden |
| Rohkost-Kräcker | 40–42°C | 12–18 Stunden |
| Grünkohlchips | 55–65°C | 4–8 Stunden |
Tipp
Schneide die Stücke möglichst gleichmäßig dick. So trocknen sie zur gleichen Zeit durch und du musst nicht einzelne Stücke vorzeitig herausnehmen.
Pflege & Tipps
Reinigung
Dörrsiebe und Dörrfolien nach jedem Gebrauch mit warmem Wasser und mildem Spülmittel reinigen. Einschübe aus Edelstahl sind besonders pflegeleicht. Der Innenraum des Geräts selbst muss nur gelegentlich ausgewischt werden.
Dörrfolien nicht vergessen
Für flüssige oder klebrige Lebensmittel (Fruchtleder, Kräcker-Teige) brauchst du Dörrfolien, damit nichts durch die Gitter tropft. Hochwertige Silikonfolien sind langlebiger und umweltfreundlicher als Backpapier.
Dörrsiebe: Kunststoff oder Edelstahl?
Standard-Dörrsiebe sind aus lebensmittelechtem, BPA-freiem Kunststoff. Wer sein Dörrgut lieber auf Metall legen möchte, findet bei uns Geräte mit Edelstahl-Einschüben – insbesondere das C.I. Infrarot-Dörrgerät.
Häufige Fehler beim Dörren vermeiden
Damit beim Dörren alles glatt läuft, hier die wichtigsten Fehler, die du vermeiden solltest:
- Minderwertiges Dörrgut verwenden: Überreife oder faule Stellen eignen sich nicht zum Dörren – verwende grundsätzlich frische Lebensmittel, damit keine Schimmelbildung droht.
- Ungleichmäßig schneiden: Schneide alle Stücke gleich dick, damit sie im selben Tempo trocknen. Bei Äpfeln das Kerngehäuse entfernen, bei Pflaumen die Steine vorsichtig herauslösen.
- Stücke überlappen lassen: Die Stücke auf den Einschüben dürfen sich niemals überlappen. Sonst wird die Verdunstung beeinträchtigt und feuchte Stellen können zu Schimmel führen.
- Zu viel Öl auftragen: Manche Rezepte sehen Öl vor – aber zu viel Öl verhindert die Verdunstung und erhöht sich im Verhältnis, wenn das Dörrgut schrumpft.
- Bei extrem hoher Luftfeuchtigkeit dörren: An Tagen mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit (z.B. nach einem Sommergewitter) kann die Luft kaum Feuchtigkeit aufnehmen. Besser auf einen trockeneren Tag warten.
- Dörrvorgang zu früh beenden: Nur ansehen reicht nicht – fasse das Dörrgut an. Früchte dürfen bei Druck keine Feuchtigkeit mehr abgeben, Gemüse sollte sich lederartig anfühlen, Kräuter beim Reiben zerbröseln.
Dörrgut richtig lagern
Die richtige Lagerung entscheidet, wie lange dein Dörrgut haltbar bleibt:
- Erst abkühlen lassen: Dörrgut nie warm in Gefäße füllen – die Restwärme erzeugt Kondenswasser, das Schimmelbildung begünstigt.
- Luftdicht verschließen: Klassische Einmachgläser mit Gummiring eignen sich hervorragend. Dörrgut nicht tagelang offen liegen lassen.
- Kühl und dunkel lagern: Ein kühler, lichtgeschützter Raum (z.B. Keller oder Vorratskammer) ist ideal. Kühlschrank ist nicht nötig.
Rezepte & Inspiration
Dörren eröffnet eine erstaunliche Vielfalt an Möglichkeiten – hier einige Ideen zum Einstieg:
- Apfelchips – der Klassiker, einfach und lecker
- Fruchtleder – fruchtiger Snack für unterwegs
- Low-Carb Müsli – knuspriges Müsli selbst gemacht
Weitere Rezepte findest du in unserem Rezepte-Blog.
Finde dein perfektes Dörrgerät
Du hast noch Fragen oder möchtest die Geräte live erleben? Besuche uns in unserem Ladengeschäft in Berlin oder kontaktiere uns – wir beraten dich gerne persönlich.