Stiefmütterchen: Alle Infos über das Wildkraut im Überblick

Stiefmütterchen: Alle Infos über das Wildkraut im Überblick

Heute stellen wir in unserem Wildkräuter-Lexikon das wilde Stiefmütterchen vor. In vielen Gärten und auf vielen Balkonen ist das Stiefmütterchen eine beliebte Zierpflanze. Kaum jemand weiß allerdings, dass es auch eine wilde Form davon gibt – und zwar nicht minder hübsch, auch wenn diese Variante nur etwa 30 cm groß wird. Der lateinische Name „tricolor“ bedeutet dreifarbig, denn das wilde Stiefmütterchen kommt in der Natur in drei Farben vor: weiß, gelb und violett. Da die dreifarbigen Blütenblätter auch als Symbol der heiligen Dreifaltigkeit gelten, sind Stiefmütterchen häufig auf Friedhofsbepflanzung anzutreffen.

Allgemeine Informationen

  • Wissenschaftlicher Name: Viola tricolor
  • Pflanzenfamilie: Veilchengewächse (Violaceae)
  • Sammelzeit: Die Blätter und Triebe kannst Du bereits ab März bis mindestens in den Juni hinein sammeln. Die Blüten erscheinen zwischen April und September.
  • Orte: Das wilde Stiefmütterchen bevorzugt leicht sauren bzw. kalkarmen Lehm- und Sandboden. Es wächst auf Böschungen, Feldern und an Feld- bzw. Wegrändern.
  • Inhaltsstoffe: Die Pflanze enthält etwa 0,6 % Salicylsäure, ca. 10 % Schleimstoffe, bis zu 4,5 % Gerbstoffe und rund 1,5 % Flavonoide. Außerdem finden sich im wilden Stiefmütterchen die Vitamine C und E, Cumarine, Saponine, Alkaloide, Anthocyane mit Violanin, Carotinoide wie z.B. Violaxanthin, Phenolcarbonsäuren und ätherisches Öl.
  • Verwendete Pflanzenteile: In den Smoothie kommt die ganze (oberirdische) Pflanze.

Besonderheiten

Die Blätter und Triebe des wilden Stiefmütterchens kannst Du roh in Salate, aufs Butterbrot, in Quark oder in einen guten Smoothie-Maker geben, um einen gesunden, Grünen Smoothie zu zaubern. Sie eignen sich zudem zum Andicken und milden Würzen von verschiedensten Gemüsegerichten, Kräutersoßen und Füllungen. Außerdem kannst Du diese zu Saft gepresst trinken oder den grünen Saft in Essig, Teemischungen und Spirituosen geben. Die Blüten sind eine wunderhübsche essbare Dekoration auf Salaten, Desserts, Müsli, Suppen und anderen Speisen. Außerdem eignen sich diese roh zum Aromatisieren von Tee oder Essig, kandiert als kleine Leckerei, gebacken im Teig von Süßgebäck oder gekocht zu Gelee verarbeitet.

Wichtiger Hinweis

Die hier bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Die beschriebenen Eigenschaften und Anwendungsbereiche basieren auf traditioneller Überlieferung und volkskundlicher Erfahrung – sie stellen keine Heilversprechen dar und sind wissenschaftlich nicht in allen Fällen belegt.

Konsultiere bei gesundheitlichen Beschwerden immer einen Arzt oder Heilpraktiker. Verwende Wildkräuter nur, wenn Du sie sicher identifizieren kannst, und beachte mögliche Allergien, Wechselwirkungen mit Medikamenten sowie Kontraindikationen (z.B. Schwangerschaft, Stillzeit, bestimmte Vorerkrankungen).

Smoothie Rezept mit wildem Stiefmütterchen

Für einen fluffigen, cremigen und feinen Smoothie raten wir Dir zur Verwendung eines Profi-Mixers oder zumindest eines Hochleistungsmixers, damit die faserreichen Zutaten der Wildpflanzen auch ausreichend verarbeitet werden.

  • 1 gute Handvoll wildes Stiefmütterchen (oberirdische Teile)
  • 3 mittelgroße Blätter Radicchio
  • ½ Ananas
  • 1 Nektarine
  • 1 großzügiger EL rohe Kokosflocken
  • Wasser oder Eiswürfel nach eigenem Geschmack

Passender Mixer

Dieses Rezept gelingt besonders gut mit dem Wartmann Mixer.

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