Gerstengras

Gerstengras

Gerstengras

Getreidegräser liegen bei ernährungsbewussten Menschen im Trend und insbesondere Gerstengras befindet sich stark im Kommen. Doch was genau hat es damit auf sich? Wir haben uns intensiv mit Gerstengras befasst und zeigen nachfolgend, was es kann, wo seine Grenzen liegen und wie es mit Zielsetzung auf eine gesundheitsbewusste Ernährung sehr gut konsumiert wird.

Katze mit Gerstengras

Herkunft & Geschichte von Gerstengras

Gerstengras ist kürzlich gekeimte und damit erst wenige Tage alte Gerste (Hordeum vulgare). Sie wird aus moderner Kulturgerste gezüchtet, deren Ursprünge bis zur Wildgerste zurückreichen. Letztere wurde schätzungsweise bereits vor 15.000 Jahren auf dem Balkan sowie im Orient angebaut. Wissenschaftlicher gehen davon aus, dass sie vor ca. 5.000 Jahren nach Europa kam. Durch Selektion verbesserten die Ausbeute, was zur heutigen Kulturgerste führte.

Geschmack vom Saft

Gerstengrassaft schmeckt wie er aussieht, nämlich grün. Einige Menschen erinnert der Geschmack an grünen Tee, andere wiederum an blanchierten Spinat. Ein geschmackliches Highlight ist der Saft damit nicht unbedingt, trotzdem kann man ihn gut trinken.

Inhaltsstoffe und Nährstoffe von Gerstengras

Getreidegräser mögen auf den ersten Blick unscheinbar aussehen, doch sie haben es in sich. Ihr Gehalt an Nährstoffen ist so hoch, dass sie zurecht als Superfood bezeichnet werden. Frisch geerntetes Gerstengras ist reich an folgenden Inhaltsstoffen.

Es steht ein breites Spektrum an Vitaminen bereit. Folgende Vitamine sind in besonders hoher Dosierung enthalten:

  • Vitamin B2
  • Vitamin K

Beachtenswert sind außerdem die hohen Konzentrationen dieser Mineralstoffe:

  • Beta-Carotin
  • Calcium
  • Eisen
  • Kalium
  • Zink

Eine Ernährungsweise, die ausschließlich oder überwiegend auf pflanzlicher Nahrung basiert, steht häufig in der Kritik, zu wenig Eiweiß bereitzustellen. Gerstengras ist eines der wenigen pflanzlichen Nahrungsmittel, das reichlich Protein enthält. Je nach Qualität und Erntezeitpunkt kann er zusätzlich zu 20 Prozent betragen.

Frosch mit Grassaft im Glas

Gerstengras wird ca. drei Wochen nach dem Keimen geerntet. Während dieser Zeit hat die junge Pflanzen noch kein oder nur äußerst wenig Gluten gebildet. Selbst bei geringer Glutenbildung ist der Anteil so gering, dass Gerstengras als glutenfrei gilt.

Ausgleich von Nährstoffdefiziten

Mehr Menschen denn je nehmen zwar viel Nahrung zu sich, leiden aber trotzdem an Nährstoffmangel. Grund hierfür ist die Wahl ungeeigneter Lebensmittel, die in erster Linie minderwertige Kohlenhydrate und Fett bereitstellen.

Am sinnvollsten ist es in solchen Fällen, die gesamte Ernährung ausgewogener zu gestalten. Dank seines hohen Gehalts an ausgewählten Nährstoffen kann Gerstengras einen Beitrag zum Ausgleich leisten.

Beitrag zur Darmgesundheit

Eine gesunde Darmflora basiert auf stabilen Bakterienpopulationen. Entsprechend sollte der Darm eine Umgebung sein, in der sich vor allem die richtigen Darmbakterien aufhalten, während Pilze und andere Schädlinge ferngehalten werden. Genau hier kann Gerstengras die richtige Unterstützung leisten, unter anderem indem es bestimmte Schädlinge abwehrt und darüber hinaus Giftstoffe bindet und bei deren Abführung hilft.

Regulierung des Cholesterinspiegels

Ein zu hoher Gehalt an schädlichem Cholesterin ist ein Problem, das zahlreiche Menschen betrifft. Zugegeben, Gerstengras ist kein und kann den Cholesterinspiegel nicht einfach korrigieren. Allerdings kann es einen Beitrag zur Regulierung des Cholesterinspiegels leisten, indem es den Anteil an schädlichem Cholesterin absenkt.

Blutzuckerspiegel

Die Schwäche von Gerstengras

Ob als frisch gepresster Saft oder mit Pulver angerührt, in Summe nehmen wir über Gerstengrassaft keine riesige Menge an Nährstoffen auf. Vor allem bei Gerstengraspulver gilt es die Relation zu bedenken: Ein Teelöffel oder gar nur eine Messerspitze des Pulvers kann trotz hoher Nährstoffkonzentration in Summe keine hohe Nährstoffmenge bereitstellen.

Wer nun meint, man müsste einfach nur mehr Gerstengrassaft trinken, irrt sich, denn unser Körper kann nur eine bestimmte Menge verarbeiten. Für eine optimale Versorgung mit Nährstoffen aus Gerstengras ist es daher ratsam, folgende Punkte zu beachten.

Qualität des Lebensmittels:

Wir empfehlen den ausschließlichen Konsum erstklassiger Gerstengrasprodukte. Diese sollten in Bio-Qualität angebaut und schonend verarbeitet worden sein. Bei Pulver ist der Verarbeitungsprozess von großer Bedeutung. Für das Entsaften von frischem Getreidegras ist ein möglichst kurz zurückliegender Erntezeitpunkt vorteilhaft.

Form der Aufnahme

Wenn es nicht anders geht, ist Gerstengraspulver die richtige Wahl. Andernfalls raten wir immer zum frisch gepressten Saft. Er ist den meisten Pulvern klar überlegen.

Gerstengras Saft oder Pulver – was ist besser?

Eine der häufigsten Fragen lautet, wie das sehr gut konsumiert wird. Die Auswahl an Produkten im Handel ist groß, es gibt Pulver verschiedener Hersteller sowie Kapseln und Presslinge. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, frisches Gerstengras zu ernten und zu entsaften.

Wie schon vorweggenommen, halten wir frisch gepressten Saft für eine sehr gute Lösung. Die Hintergründe erläutern wir nachfolgend.

Unterschiede zwischen Gerstengras-Pulver und Gerstengrassaft-Pulver

Es gibt zwei Arten von Gerstengras Pulver, die sich anhand des verwendeten Ausgangsmaterials unterscheiden.

Klassisches Gerstengras-Pulver:

Die Mehrheit der angebotenen Pulver basiert auf Gerstengras, das schlichtweg getrocknet und anschließend zu Pulver verarbeitet wurde. Der Nachteil dieser Herstellungsmethode besteht darin, dass das Produkt zum Großteil aus Faserstoffen besteht. Gibt man Wasser hinzu, so rührt man sich einen grünen Saft an, der vorrangig auf Faserstoffen besteht und im Verhältnis gar nicht so viele Nährstoffe enthält.

Gerstengrassaft-Pulver:

Hier hingegen wird erst der Saft aus den Halmen extrahiert. Er enthält den Großteil der Nährstoffe und ist nahezu frei von Faserstoffen. Der Saft wird fein versprüht und umgehend gefriergetrocknet. So entsteht ein Pulver, das aufgrund der fehlenden Faserstoffe im Vergleich einen deutlich höheren Nährstoffanteil aufweist.

Unabhängig von der Herstellungsmethode werden die meisten Pulver lose abgepackt verkauft. Daneben existieren Gerstengras Kapseln, Tabletten und Presslinge. Die Kapseln enthalten ebenfalls Pulver, der einzige Unterschied besteht darin, dass die Pulvermenge bereits rationiert und je Kapseln stets dieselbe ist. Tabletten und Presslinge beinhalten ergänzende Stoffe, um das Pulver zu binden. Hier empfiehlt es sich auf die Zusammensetzung zu achten, damit ein hoher Anteil an Gerstengraspulver gewährleistet ist.

Gerstengrassaft

Wenn wir von Gerstengrassaft sprechen, meinen wir frisch gepressten Saft. Die geernteten Halme werden mit einem Entsafter - sehr gut einem Slow Juicer - verarbeitet, um den Saft zu extrahieren.

Verglichen mit Säften, die aus Pulver angerührt werden, ist der Anteil an Nährstoffen gleich aus mehreren Gründen höher.

Reiner Saft: Wie erwähnt, enthalten die meisten Saftpulver vor allem Faserstoffe. Genau diese sind im selbst gepressten Saft so gut wie nicht enthalten. Umso größer ist im Verhältnis der Anteil vitaler Nährstoffe. Dieser Unterschied ist erheblich, er kann ein Vielfaches betragen!

Frische: Pulver müssen haltbar gemacht werden, was zu Lasten des Nährstoffgehalts erfolgt. Temperaturen, Licht und Sauerstoff verringern ihn. Dies gilt insbesondere für Enzyme, von denen ein erheblicher Teil bei der Herstellung von Pulver verloren geht. Damit weist der frisch gepresste Gerstengrassaft ein breiteres Nährstoffspektrum auf und eine höhere Nährstoffkonzentration auf.

Gerstengras und Smoothies

Wir lieben Smoothies, weil sie reich an Nähr- und Ballaststoffen sind. Auch Getreidegräser eignen sich als Zutat zum Mixen frischer Smoothies. Allerdings sind die frischen Halme als Beigabe zu verstehen, die als den Smoothie aufwerten.

Neben den Basiszutaten geben wir lediglich eine kleine Menge (typischerweise eine handvoll) an Gerstengras in den Mixbehälter. Diese Dosierung ist dem hohen Fasergehalt der Gräser geschuldet. Am Ende soll der Smoothie immer noch gut verdaubar bleiben.

Wer kein frisches Gerstengras zur Hand hat, kann gerne auch Pulver nehmen. Gerade hier sehen wir eher die Stärke vom Pulver. Während wir den Saft am liebsten frisch zubereiten, eignen sich Pulver zum Aufwerten von Smoothies allemal.

Gerstengras vs Weizengras

Ob Gerstengras oder Weizengras, beide sind Getreidegräser und damit in ihrer Zusammensetzung relativ ähnlich. Dennoch gibt es Unterschiede bei der Nährstoffzusammensetzung.

Obwohl beide Gräser reichlich Mineralstoffe enthalten, schneidet Gerstengras ein wenig besser ab, weil es auf die höhere Konzentration kommt. Weizengras punktet wiederum bei den Vitaminen, wo es ein etwas breiteres Spektrum abdeckt.

Viele Interessenten wissen nicht, wie sie dies bewerten sollen und welches aus dem Vergleich Gerstengras vs. Weizengras als Sieger hervorgeht. Unserer Meinung nach gibt es keinen Sieger, beide Gräser haben es in sich. Entsprechend sollte das genommen werden, das gut und in höchster Qualität verfügbar ist. Außerdem kann es nicht schaden, von Zeit zu Zeit abzuwechseln, um so von den Vorzügen beider Getreidegrassorten zu profitieren.

Passender Mixer

Dieses Rezept gelingt besonders gut mit dem Vitamix E520.

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