Wasser für Smoothies: Leitungswasser, Quellwasser oder destilliert?

Weshalb für grüne Smoothies nur bestes Wasser in Frage kommt

Wir können hierzulande froh sein, so gutes Wasser direkt aus dem Hahn zu bekommen. Trinkwasserqualität und zusätzlich zu das im vierten Stock in jeder gewünschten Menge - in vielen Ländern ist das alles andere als normal, im Gegenteil, in weiten Teilen der Erde würden sich die Menschen wohl im Schlaraffenland wähnen, wenn sie das sehen könnten. Vom Zustand der Sauberkeit her ist unser aufbereitetes Wasser gewiss einwandfrei, schließlich hat es Trinkwasserqualität und die Standards hierzulande sind hoch. Und dennoch gibt es einen riesigen Unterschied zwischen Wasser aus dem Hahn und echtem Quellwasser aus einer Glasflasche. Und das sind nicht nur die guten Inhaltsstoffe. Denn Wasser ist weit zusätzlich zu man landläufig annimmt.

Wasser-Tropfen

Denn Wasser ist nicht zuletzt auch Träger von Information. Der Japaner Dr. Masaru Emoto hat in seinem beeindruckenden Buch "Die Botschaft des Wassers" Erstaunliches gezeigt. Er hat Wasser verschiedenster Herkunft und unterschiedlicher Güte gefroren und die Eiskristalle, die sich dabei bilden fotografiert und analysiert. Dabei hat er das Wasser zuvor den verschiedensten Anwendungen unterzogen, es zum Beispiel einmal mit Heavy Metal, danach mit Mozart beschallt, bevor er es einfror und fotografierte. Die Ergebnisse sind augenfällig. Die Kristalle des Mozart Wassers waren wunderschön und gleichmäßig, die Heavy Metal Kristalle das Gegenteil davon. So ist Dr. Emoto mit verschiedensten Wassern verfahren, mit Quellwasser, verschmutztem Wasser und mit vielen zuvor von ihm auf unterschiedliche Weisen behandeltes Wasser. Die Ergebnisse sind so beeindruckend, wie man sie in einem Artikel darüber leider nicht beschreiben kann.

Ich kann nur empfehlen, dieses Buch zu lesen, es wird Ihre Meinung über Wasser für immer verändern. Eines ist dabei ganz klar: Wasser ist nicht gleich Wasser. Und geklärtes Wasser hat eine Geschichte und Quellwasser hat seine eigene. Und da ich nun weiß, dass Wasser Träger von Information ist und die Geschichte des Wassers speichert, entscheide ich mich ganz klar für Quellwasser, wenn immer es möglich ist. Der Mensch besteht zu zusätzlich zu zwei Dritteln aus Wasser und sollte täglich möglichst zwei Liter trinken. Und sehr gut ist dafür eindeutig gutes Quellwasser geeignet. Auch für Kaffee und Tee, denn warum sollte man da einen Unterschied machen? Und selbstverständlich bekommt mein grüner Smoothie nur ein sehr gutes.

Weshalb für grüne Smoothies nur bestes Wasser in Frage kommt

Die Qualität grüner Smoothies wird durch zwei Faktoren bestimmt, nämlich die Wahl der Zutaten sowie die eigentliche Zubereitung. Insbesondere den Zutaten kommt eine hohe Bedeutung zu, denn nur beste Zutaten versprechen einen hohen Nährwert. Allerdings wäre es falsch, Bestandteile nur anhand ihres Nährwerts zu bewerten. Es gibt noch einen weiteren Aspekt, nämlich mögliche Verunreinigungen der verwendeten Zutaten.

Im Hinblick auf dieses Thema möchten wir uns im heutigen Beitrag mit dem Thema Wasser beschäftigen. Wenn von Zutaten für grüne Smoothies gesprochenn wird, denken viele Menschen nur an Blattgrün und Früchte, doch das Wasser ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil. Zumal Wasser nicht gleich Wasser ist – es bestehen gravierende Unterschiede.

Weshalb Wasser nicht gleich Wasser ist

Wie gut ein Wasser für die Ernährung geeignet ist, hängt von zwei Dingen ab. Bei diesen zwei Dingen handelt es sich um Ursprung und Transportweg. Beide haben einen großen Einfluss darauf, welche chemischen Verbindungen sich neben den H2O Molekülen im Wasser befinden und somit den Gehalt an Nährstoffen und Toxinen bestimmen.

Ursprung: Trinkwasser kann von ganz unterschiedlichem Ursprung sein. Im Handel werden beispielsweise stille Wasser angeboten, die aus besonderen Quellen kommen und somit eine intensivere Filterung hinter sich haben, in deren Rahmen sie nicht nur gereinigt, sondern auch mit natürlichen Mineralstoffen angereichert wurden. Generell ist solches Wasser als sehr positiv zu beurteilen. Wasser, dass beispielsweise aus großen Seen stammt und im Wasserwerk aufbereitet werden muss, ist häufig nicht so so sauber und beinhaltet weniger Nährstoffe.

In diesem Zusammenhang ist auf das Thema Leitungswasser zu verweisen. Im Allgemeinen genießt vor allem deutsches Leitungswasser einen guten Ruf. Allerdings mit gewissen Einschränkungen. So ist zu berücksichtigen, dass die modernen Filteranlagen zwar äußerst leistungsstark sind, jedoch nur vergleichsweise wenige chemische Verbindungen herausfiltern. Es gibt hunderte weiterer chemischer Verbindungen, die so nicht herausgefiltert werden und sich daher im Leitungswasser befinden können.

Transportweg: Als Transportweg bezeichnen wir den Weg, den das Wasser zurücklegt, bis es schlussendlich verbraucht wird. Vor allem Leitungswasser legt oftmals ungemein weite Wege zurück, bis es aus dem Wasserhahn fließt. Es durchläuft Rohre, die unter Umständen viele und zugleich schädliche Partikel abgeben und somit die Qualität des Wassers verschlechtern. Dieser Prozess kann sich sowohl in den Leitungen des öffentlichen Versorgungsnetzwerks abspielen als auch in den Leitungen des eigenen Wohngebäudes. Man denke nur an Wasserleitungen als Blei, die in einigen sehr alten Häusern teilweise noch anzutreffen sind.

Der Transportweg kann ebenso in Flaschen und anderen Behältern gemeistert werden. Auch hier sehen wir Risiken. Kritisch betrachten wir den Trend, der eindeutig in Richtung PET-Flasche zeigt. Industrie und Handel lieben diese Flaschen, weil sie zur Gewinnmaximierung beitragen. Der Leidtragende ist der Verbraucher, der dieses Wasser trinkt und dabei all die chemischen Verbindungen aufnimmt, die von den Behältern in der Zwischenzeit an das Wasser abgegeben wurden. Wer sich für den Kauf von Wasser in Glasflaschen entscheidet, kann dieses Risiko ausschließen.

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Grüne Smoothies zubereiten – Quellwasser oder was sonst?

Welches Wasser für Smoothies? Quellwasser oder Leitungswasser?

Es ist keinesfalls nur ihr guter Geschmack, der grüne Smoothies so populär gemacht hat. Die meisten Personen begeistern sich aus einem vollkommen anderen Grund für die Smoothies, nämlich wegen der positiven Auswirkungen für die Gesundheit. Dementsprechend landen im Regelfall nur beste Zutaten im Mixer. Hiermit ist gemeint, dass auf Bio-Qualität gesetzt wird oder einzelne Zutaten sogar selbst angebaut werden.

Grüne Smoothies zubereiten - Quellwasser oder was sonst?

Neben Obst und Blattgrün wird für die Zubereitung auch Wasser verwendet. In unseren Rezepten empfehlen wir stets die Verwendung von Quellwasser. Einige Leser haben uns schon gefragt, ob es zwingend erforderlich ist, Quellwasser zu verwenden. Heute möchten wir zeigen, welche Möglichkeiten es außerdem gibt.

Quellwasser ist perfekt

Quellwasser wird von uns deshalb empfohlen, weil es als besonders gesund ist. Wer über die Möglichkeit verfügt, es direkt ab der Quelle zu beziehen, befindet sich klar im Vorteil. Es können saubere Gefäße (z.B. Glasflaschen) verwendet werden, damit keine Kontamination erfolgt. Andererseits ist es ebenso möglich, Quellwasser zu kaufen. Nahezu das gesamte Wasser, das im Handel angeboten wird, stammt letztlich direkt aus Quellen.

Kein Mineralwasser mit Kohlensäure verwenden

Beim Kauf von Wasser gilt es letztlich nur eine Sache in jedem Fall zu berücksichtigen: Das Wasser darf keine Kohlensäure enthalten! Wer einen grünen Smoothie mit spritzigem Mineralwasser zubereitet, wird sein blaues Wunder erleben. Die Masse schäumt viel zu sehr auf und die Säure zerstört außerdem das harmonische Geschmackserlebnis.

Leitungswasser geht auch

Wer kein Quellwasser kaufen möchte, kann auch Leitungswasser verwenden. In Deutschland haben wir das mitunter beste Leitungswasser der Welt. Allerdings haben einige Personen ihre Bedenken, was an an einzelnen chemischen Verbindungen liegt, die im Leitungswasser enthalten sein können (z.B. wegen der gezielten Anreicherung mit Chlor). Sofern man sich hieran stört, empfiehlt sich der Einsatz eines Wasserfilters. Für den Hausgebrauch werden im Handel verschiedene Lösungen angeboten, die größtenteils preiswert sind und bereits gute Ergebnisse versprechen.

Wie gesund ist unser Trinkwasser wirklich?

Wir haben in der Vergangenheit des Öfteren über Wasser als Zugabe für Smoothies geredet. Sei es Quellwasser, Stilles bzw. Mineralisiertes Wasser oder Trinkwasser aus dem Wasserkran. Dabei war uns Qualität immer wichtig. Sauber sollte es sein. Und gesund sollte es sein. Deshalb haben wir einiges ausprobiert. Bei mir steht z.B. ein Wasserfilter von Dahlert in der Küche und beliefert mich und meine Familie mit ziemlich reinem Umkehrosmose-Wasser. Welches ich u.a. an unsere Senseo-Kaffeemaschine verfüttere. Die es mir mit deutlich reduzierten Kalkablagerungen dankt :) Und ja, ich weiß, der wahre Kaffee-Genießer schwört auf weiches Wasser, doch Umkehrosmose-Wasser ist den Experten eine Stufe zu weich und entmineralisiert.

Wir haben zwischenzeitlich sogar einige Wassertests durchgeführt, um zu prüfen, wie gut die Qualität des heimischen Trinkwassers ist und wieviel so ein Umkehrosmose-Gerät rausfiltert. Bei mir kam dabei heraus, dass der Wasserfilter echt gute Arbeit leistete, beim Vergleich vorher/nachher waren durch die Bank alle Werte deutlich besser geworden. Mit einem kleinen Manko - die Werte des Trinkwassers bei mir hier in Harsewinkel waren alle unter den zulässigen Grenzwerten gelegen. Womit sich mir die Frage stellte, ob ich dann nicht einfachheitshalber gleich beim Leitungswasser bleiben sollte.

Mittlerweile sehe ich die Sache aber etwas anders. Erstens sind die Grenzwerte keine Garantie für Unbedenklichkeit, es kann nicht schaden etwas mehr Abstand zu halten. Zweitens gelten die Kontrollen dem städtischen Wassernetz, die Hausinstallation ist i.d.R. außen vor, und drittens gelten diese Werte nur für Stoffe, nach denen man sucht. Doch leider fliegen da draußen viele Stoffe herum, die sich unserer Trinkwasser-Überwachung entziehen. Seien es Mikroplastik, Nanopartikel, Arzneimittelrückstände, Pestizide oder PFAS. Gerade letztere sind im wahrsten Sinne des Wortes eine tickende Zeitbombe.

Bestärkt in dieser Meinung hat mich das folgende Video von Michael Scholze von Lebendiges-Trinkwasser.de, in welchem er sich mit dem Thema PFAS auseinander setzt.

Ich kannte schon vorher den Film "Dark Waters". Dieser basiert auf einer wahren Geschichte des Umweltanwalts Robert Bilott, der einen langjährigen Rechtsstreit gegen den Chemiekonzern DuPont führte. Hierbei ging es um PFAS. Ein echter Krimi, weit weg von uns, quasi Tatort USA. Dass dieser Tatort jetzt aber schon direkt vor meiner Haustür spielt, damit hatte ich eigentlich nicht gerechnet. Dabei fand man schon letztes Jahr das Umweltgift PFAS auch hier im Kreis Gütersloh. Doch leider ist das damals meiner Aufmerksamkeit entgangen. Und das Zeug zieht immer weitere Kreise: PFAS im Trinkwasser: Immer mehr Skandale in ganz Europa.

The Forever Pollution Project

Es gibt ein interessantes Projekt mit Namen "Forever Pollution". Dieses Projekt zielt darauf ab, die Öffentlichkeit und Entscheidungsträger über die Gefahren von PFAS aufzuklären. Es geht darum, zu zeigen, wie weit verbreitet diese Chemikalien bereits in der Umwelt sind und welche langfristigen Auswirkungen sie haben könnten. Ein zentrales Element des Projekts ist die Kartierung von PFAS-Kontaminationsstellen. Durch diese Sammlung und Analyse von Daten wird sichtbar, wie nahe uns das leidige Zeug schon auf den Pelz gerückt ist. Ich empfehle jedem von euch, sich einmal tiefergehend mit dem Thema und den Karten zu beschäftigen. Die umfassendste Karte bietet einer der Haupt-Initiatoren des Projektes an - Le Monde. Schaut euch mal um - bei euch zu Hause.

PFAS - die tickende Zeitbombe

Ein paar erklärende Worte zu PFAS. Die Bezeichnung stammt vom englischen Namen "per- and polyfluoroalkyl substances" ab, im Deutschen spricht man in der Regel von "Per- und polyfluorierten Alkylverbindungen". Es handelt sich um eine Gruppe von über 10.000 Chemikalien, die aufgrund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften in zahlreichen Produkten des täglichen Lebens eingesetzt werden. Von beschichteten Pfannen a la Teflon über Outdoor-Kleidung, beschichtetem Papier bis hin zu Feuerlöschschaum – PFAS sind einfach überall. Doch was viele nicht wissen: Diese Chemikalien können schwerwiegende Folgen für unsere Gesundheit und die Umwelt haben.

Das Problem - PFAS sind extrem langlebig und reichern sich in der Umwelt und in unserem Körper an. Sie werden daher auch als "Ewigkeitschemikalien" bezeichnet. Studien haben gezeigt, dass PFAS mit einer Reihe von Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht werden kann, darunter Krebs, Schilddrüsenerkrankungen, Leberschäden, Beeinträchtigung des Immunsystems und Entwicklungsstörungen bei Kindern. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass PFAS in vielen Regionen Deutschlands bereits im Trinkwasser nachgewiesen wurden. Und auch wenn die Konzentrationen oft unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen, diese Grenzwerte bröckeln gerade gewaltig. Was man an den radikalen Verschärfungen bei den amerikanische PFAS Grenzwerten erkennen kann.

PFAS-Grenzwerte für Tinkwasser in verschiedenen Ländern © Daniela Gschweng

Wenn ihr euch ein Bild von der verschwindend geringen Menge machen wollt, die es benötigt, um den zukünftigen US Grenzwert zu reißen. Stellt euch mit einer Pipette PFAS an den Rand eures Hallenbades und lasst einen Tropfen der Chemikalie ins Wasser tropfen. Das war's schon. Ihr habt den Grenzwert überrissen. Irgendwie lustig, wenn es nicht so traurig wäre ;-)

Und nun. Was tun?

Was das Trinkwasser angeht, ist die Sache recht einfach. Mit einem guten Aktivkohle-Filter oder einen Umkehrosmose Gerät kann man PFAS sehr gut aus dem Trinkwasser heraus filtern. Ob man sich solch ein Gerät präventiv zulegt oder vorher noch auf einen entsprechenden PFC / PFAS Wassertest zurück greifen möchte, ist Geschmackssache. Leider kosten die meisten Tests etliche Euronen. Und leider ist es mit dem Trinkwasser alleine nicht getan. Da PFAS sich auch über die Luft, den Regen, das Grundwasser und damit auch über Lebensmittel ausbreitet, haben wir es mit einem regelrechten Mehrfronten-Krieg zu tun. Ganz zu schweigen von den beschichteten Lebensmittel Verpackungen, Kochgeschirr oder Haushaltsgeräten/-produkten. Daher sind Techniken wie Vermeidung, Reinigung, Bewusstsein und Weiterbildung angesagt.

Und denkt bitte nicht nur an euch und eure Angehörigen, auch euer Haustier ist diesem gefährlichen Zeug hilflos ausgesetzt. Unsere Rika, eine kleine wasserliebende Labrador-Hündin, liebt es Stöckchen aus den benachbarten Gewässern zu fischen. Doof nur, wenn man dann lesen muss, dass der örtliche Bach zu den PFAS Fundstellen gehört.

Update: Falls ihr euch fragen solltet, ob Destillation gegen PFAS im Wasser hilft. Die Antwort lautet im Großen und Ganzen ja. Diese Methode ist aber energietechnisch ineffizient und auch nicht ganz so effektiv wir Aktivkohle Filter oder Umkehrosmose. Destillation ist nicht für alle Arten von PFAS gleich wirksam. Daher sollte man Destillation eher ergänzend verwenden, als alleiniges Heilmittel reicht es eventuell nicht aus. Die etwas effizientere und effektivere Variante der Vakuumdestillation kommt dagegen für normale Haushalte nicht wirklich in Frage. Zudem sollte man eine gewisse Vorsicht im Umgang mit destilliertem Wasser walten lassen.

Kann man destilliertes Wasser trinken?

Vor dem Trinken von destilliertem Wasser wird häufig gewarnt. Aufgrund fehlender Elektrolyte soll es den Körper angeblich aus dem Gleichgewicht bringen und im schlimmsten Fall tödlich sein. Deshalb würden viele Menschen eher verdursten, als destilliertes Wasser zu trinken.

Wasserglas und Totenkopf

Doch so gefährlich ist das Wasser nicht, denn wie so oft macht die Menge das Gift. Wir erläutern, weshalb destilliertes Wasser durchaus trinkbar ist, es sogar gut sein kann und worauf hinsichtlich der Risiken zu achten ist. Ergänzend zeigen wir auf, wie Sie Leitungswasser in reines H2O verwandeln.

Was ist destilliertes Wasser überhaupt?

Wasser ist nicht gleich Wasser, besonders wenn wir von Trinkwasser besprechen. Unser Trinkwasser ist zusätzlich zu pures H2O, d.h. neben Wassermolekülen beinhaltet es in geringer Konzentration weitere Elemente sowie chemische Verbindungen. Diese umfassen vor allem Salze und Mineralstoffe.

Destilliertes Wasser unterscheidet sich von Trinkwasser dahingehend, dass genau diese zusätzlichen chemischen Verbindungen fehlen. Sie wurden entfernt - ein Prozess, den man auch als Entmineralisierung bezeichnet. Am Ende bleibt reines H2O.

Wie bei einem Destillat üblich, erfolgt die traditionelle Gewinnung durch Zufuhr von Hitze. Es entsteht Wasserdampf, der reines H2O transportiert. Zumindest gilt dies für die Theorie, denn tatsächlich können im Wasserdampf immer noch Restmengen anderer chemischer Verbindungen enthalten sein. Doch es gibt moderne Verfahren, mit denen sich Wasser so entmineralisieren lässt, dass am Ende ausschließlich Wassermoleküle enthalten sind.

Die Gefahr beim Trinken von destilliertem Wasser

Zum Überleben benötigt der Mensch vor allem Wasser. Während der menschliche Organismus im Ernstfall mehrere Wochen lang ohne feste Nahrung auskommt, sieht es beim Wasser vollkommen anders aus. Je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit beträgt die Überlebenszeit ohne Wasseraufnahme nur einige Tage oder weniger.

Der Körper benötigt das Wasser für seine Zellen. Allerdings kein reines Wasser (H2O), sondern eben Trinkwasser. Die enthaltenen Mineralstoffe helfen den Zellen dabei, das Wasser aufzunehmen und zu verarbeiten.

Mit der Verarbeitung von reinem Wasser, das keine Mineralien mehr enthält, haben die Zellen hingegen ihre Schwierigkeiten. Diese reichen soweit, dass betroffene Zellen platzen bzw. beschädigt werden und absterben. Aufgrund des Risikos einer Wasservergiftung wird dem Trinken von destilliertem Wasser nachgesagt, tödlich zu sein.

Warum man es trotzdem trinken kann

Dennoch muss es nicht gefährlich sein, destilliertes Wasser zu trinken. Denn zwischen dem Laborversuch und dem Trinkgenuss im echten Leben bestehen mehrere Unterschiede.

1. Anreicherung des Wassers mit Mineralstoffen im Körper

Getrunkenes destilliertes Wasser wird im Körper mit Nährstoffen angereichert. Dies geschieht bereits im Mund, mit Unterstützung der Schleimhäute. Im Magen nimmt das Wasser weitere Nährstoffe auf und kann somit gut von den Körperzellen verarbeitet werden.

2. Die Wassermenge ist entscheidend

Relevant ist, in welcher Menge wir destilliertes Wasser trinken. Gefahr besteht in erster Linie, wenn große Wassermengen getrunken werden. Der Körper gerät aus dem Gleichgewicht und befindet sich nicht in der Lage, das aufgenommene H2O ausreichend mit Nährstoffen anzureichern.

Dies wiederum führt zu einer hohen Belastung der Organe, insbesondere der Nieren. Das destillierte Wasser droht direkt in das Blut zu gelangen, was wiederum die Körperzellen gefährdet.

Abhilfe: Wie sich destilliertes Wasser trinken lässt

Im Hinblick auf die genannten Risiken bestehen Lösungen:

1. Wassermenge richtig dosieren

Destilliertes Wasser sollte nicht den gesamten Tag lang getrunken werden und schon gar nicht in großen Mengen. Stattdessen empfehlen sich kleine, überschaubare Wassermengen. Hierdurch wird der Körper nicht so sehr belastet und es bleibt ihm mehr Zeit, seine Nährstoffvorräte im Gleichgewicht zu halten.

Darüber hinaus spielt die restliche Ernährung eine große Rolle. Es ist wichtig, ausreichend Nährstoffe aufzunehmen, insbesondere Spurenelemente. So erhält der Körper die Nährstoffe, die er zum Anreichern des destillierten Wassers benötigt. Zum Beispiel ist Selleriesaft ein guter Spender für Mineralstoffe.

Warum destilliertes Wasser trinken?

Ganz egal ob unser Trinkwasser aus der Leitung oder der Flasche kommt, es kann verschiedenste Partikel und chemische Verbindungen enthalten. Diese Verunreinigungen senken die Wasserqualität und gefährden unter Umständen die Gesundheit.

Die hohe Reinheit macht destilliertes Wasser so attraktiv. Durch das Entfernen solcher Verunreinigungen wird die Belastung für den Körper gesenkt. Das Wasser ist frei von Schadstoffen, der Körper erhält nur, was er benötigt. Voraussetzung ist natürlich, dass Elektrolyte und weitere Nährstoffe über die restliche Nahrung ausreichend zur Verfügung stehen.

Natürlich wäre es möglich, Verunreinigungen per Wasserfilter zu entfernen. Grundsätzlich ist dies auch eine gute Herangehensweise, da sich zahlreiche Partikel und Inhaltsstoffe so beseitigen lassen. Allerdings haben Wasserfilter ihre Grenzen, wodurch bestimmte chemische Verbindungen in der Flüssigkeit zurückbleiben. Das Destillieren reicht schlichtweg weiter, indem es das reine H2O extrahiert.

Wie destilliertes Wasser sehr gut gewinnen?

Wir raten davon ab, destilliertes Wasser im Handel zu kaufen. Die dort erhältlichen Kanister sind nicht immer lebensmittelecht. Sie bestehen aus Kunststoffen, die bedenkliche chemische Verbindungen an das Wasser abgeben können. Für den Trinkgenuss benötigt der Mensch ein höherwertigeres destilliertes Wasser.

Dieses Wasser lässt sich für den Hausgebrauch aus Leitungswasser selbst herstellen. Allerdings nicht per Destillation am Kochtopf, weil dieser Schritt mit einem hohen Aufwand verbunden ist. Das Destillieren würde die Luftfeuchtigkeit unnötig erhöhen und viel Strom verbrauchen.

Besser ist die Zubereitung mit Unterstützung professioneller Destilliergeräte. Diese Verdampfen das Wasser auch nicht zwangsläufig, häufig wird es durch Umkehrosmose einfach umgewandelt. So entsteht ein absolut reines Wasser, dessen Herstellung überraschend einfach und preiswert ist.

FAQ zu destilliertem Wasser

Was ist eine Wasservergiftung?

Es gibt zwei Arten der Wasservergiftung. Da wäre zunächst die klassische Form, die bei der Aufnahme einer zu großen Wassermenge droht. Werden innerhalb weniger Stunden mehrere Liter Wasser getrunken, besteht das Risiko einer Überlastung der Organe. Daneben droht die Wasservergiftung durch destilliertes Wasser. Sie ist gegeben, wenn zu viel des entmineralisierten Wassers auf einmal getrunken wird. Ebenso, wenn dem Körper nicht ausreichend Mineralien bereitstehen, um das Wasser anzureichern.

Welche Verunreinigungen verschlechtern die Wasserqualität?

Das Spektrum an Verunreinigungen ist größer denn je. Es sind vor allem chemische Verbindungen, wie z.B. Weichmacher, die sich im Trinkwasser befinden. Sie lösen sich unter anderem aus Kunststoffflaschen heraus und gehen in das Wasser über. Untersuchungen via Urinanalyse zeigen, dass mittlerweile jeder Mensch, solche Verbindungen aufnimmt. In jüngster Zeit wird auch immer öfter über PFAS im Trinkwasser geklagt. Diese Stoffgruppe macht sich immer mehr breit in allen Lebenslagen.

Was sind die Auswirkungen auf die Gesundheit?

Leider ist bisher wenig darüber bekannt, wie diese Verunreinigungen im Körper wirken. Was man weiß, ist dass einige Weichmacher wie Hormone wirken und damit Körper und Gesundheit erheblich beeinflussen. Entsprechend ist es sinnvoll, solche Verbindungen aus der Nahrung fernzuhalten.

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