Wasser — Trinkwasser-Qualität, Wasserfilter und Reinigungsmethoden

Sauberes Trinkwasser im Glas

Ob für frisch gepresste Säfte, Smoothies oder einfach zum Trinken — die Qualität des Wassers spielt eine wichtige Rolle. Hier erfährst du, welche Verunreinigungen im Trinkwasser vorkommen können und wie du sie entfernst.

Verunreinigungen im Trinkwasser

Die Trinkwasser-Qualität in Deutschland ist insgesamt hoch. Doch auch hierzulande gibt es Belastungen — von Nitratwerten über Schwermetalle aus alten Leitungen bis zu Medikamentenrückständen. Die häufigsten Verunreinigungen:

  • Pestizide und Fungizide aus der Landwirtschaft
  • Schwermetalle (Blei, Quecksilber) aus alten Leitungen
  • Mikroplastik — zunehmend auch im Trinkwasser nachweisbar
  • Medikamentenrückstände und Hormone
  • Chlor aus der Wasseraufbereitung
  • Krankheitserreger (Bakterien, Viren)

Die Wasserwerke filtern vieles heraus, stoßen aber an Grenzen. Hinzu kommt das Risiko auf dem Leitungsweg: Alte oder beschädigte Rohre können das Wasser zusätzlich belasten.

Wasserfilter

Die häufigste Form der Wasseraufbereitung zu Hause. Das Wasser durchläuft Filterschichten, die unerwünschte Stoffe abfangen.

Kannenfilter sind günstig, entfernen aber hauptsächlich Chlor und Kalk. Gegen Schwermetalle oder Mikroplastik sind sie wirkungslos.

Professionelle Filtersysteme arbeiten mit mehreren Filtermaterialien und entfernen ein breites Spektrum: Arzneimittelrückstände, Fluoride, Hormone, Mikroorganismen und Schwermetalle. Es gibt sie als Auftischfilter oder als Einbaufilter unter der Spüle. Ihr Wechselintervall ist länger (halbjährlich bis jährlich).

Umkehrosmose

Eine spezielle Form der Wasserfilterung auf Molekülebene. Durch eine halbdurchlässige Membran werden ausschließlich Wassermoleküle durchgelassen — das Ergebnis ist besonders reines Wasser.

Die Anlagen sind meist zweistufig: Ein Vorfilter entfernt grobe Verunreinigungen, dann folgt die eigentliche Umkehrosmose. Die Anlagen benötigen Strom (für die Druckpumpe), die Filterdauer ist etwas länger als bei klassischen Filtern, und ein Teil des Wassers wird als Abwasser entsorgt.

Wasser abkochen

Die älteste Methode — zerstört Krankheitserreger durch Hitze. Abkochen entfernt aber ausschließlich Keime. Schwermetalle, Chemikalien und Medikamentenrückstände bleiben im Wasser.

Sinnvoll bei Säuglingsnahrung, bei einem Abkochgebot der Gemeinde oder auf Outdoor-Touren ohne Wasserfilter. Das Wasser sollte mindestens bis zum Siedepunkt (100 °C) erhitzt werden.