Es gibt einige Hersteller, die für ihre Hochleistungsmixer gleich mehrere Behälter bereitstellen. Neben einem Standardbehälter stehen oft einer oder sogar noch weitere Zusatzbehälter zur Auswahl. Ganz weit vorne spielt zum Beispiel Bianco di puro mit, mir sind insgesamt sieben verschiedene Behälter bekannt. Bei Vitamix ist die Situation nicht viel anders, auch dort können Kunden zwischen mehreren Behältermodellen wählen.

Zunächst mag die Möglichkeit, ergänzende Behälter für den eigenen Mixer anzuschaffen, sehr verlockend klingen. Allerdings wissen viele Interessenten nicht so genau, welchen Nutzen ihnen die einzelnen Mixbehälter versprechen und wie sie sich in der Praxis schlagen. Außerdem werden stolze Preise ausgerufen, ein Zusatzbehälter kann mit Leichtigkeit 150 Euro oder mehr kosten.

Angesichts dieser Situation ist es nicht leicht, sich zu entscheiden. Da ich selbst schon verschiedene Mixer und Behälter ausprobiert habe, kann ich sicherlich vielen Menschen weiterhelfen. Nachfolgend möchte ich meine Beobachtungen schildern und somit ein wenig Unterstützung leisten.

Ein Blick auf die Standardbehälter

Bevor es an die Zusatzbehälter geht, bedarf es einem Blick auf die Standardbehälter – sprich auf die Behälter, mit denen die Mixer ab Werk ausgeliefert werden. Je nach Hersteller und Mixermodell sind diese Behälter vollkommen unterschiedlich gestaltet und verfügen somit über ganz verschiedene Eigenschaften. Diese Eigenschaften entscheiden zwar nicht allein darüber, ob und welche Zusatzbehälter sich empfehlen, doch Einfluss haben sie auf jeden Fall.

Als Grundlage für eine Betrachtung einschließlich Vergleich einzelner Behälter, bietet es sich an, auf die Größe der Behälter zu achten. Allerdings steht in diesem Fall nicht das Volumen im Vordergrund, sondern die Grundfläche. Nachfolgend wird zwischen kleinen, mittelgroßen und großen Behältern unterschieden – jeweils im Bezug auf die Fläche des Behälterbodens.

Mittelgroße Behälter

Die meisten Standardbehälter weisen eine Grundfläche von mittlerer Größe auf. Gute Beispiele sind die Standardbehälter des Bianco Volto oder des Vitamix TNC 5200. Diese Behälter sind darauf ausgelegt, möglichst vielfältig einsetzbar zu sein, d.h. sie ermöglichen die Zubereitung grüner Smoothies, können aber ebenso Nüsse, Eiswürfel sowie viele andere feste Zutaten zerkleinern. Nahezu alle Aufgaben werden zuverlässig gemeistert, dementsprechend ist es gar nicht immer erforderlich, einen Zusatzbehälter anzuschaffen.

Andererseits können Schwächen auftreten, die nicht außer Acht zu lassen sind. Schon allein die mittelgroße Grundfläche kann es erforderlich machen, bestimmte Speisen in einer vergleichsweise großen Menge zuzubereiten. In den meisten Fällen bedarf es einer Füllmenge von mindestens 250 ml, damit die Standardbehälter der meisten Hochleistungsmixer einigermaßen vernünftig arbeiten. Für einen Brotaufstrich oder Dip kann dies aber bereits sehr viel sein.

Große Behälter

Es gibt sowohl Standard- als auch Zusatzbehälter, die mit einer enorm großen Grundfläche aufwarten. Typische Beispiele sind der Canto und Flower Behälter von Bianco, ebenso der Standardbehälter des Vitamix Pro 750. Beim Behälter des Vitamix ist die große Fläche dem Konzept geschuldet. Weil der Mixer möglichst flach werden sollte, hat der Hersteller den Behälter breiter gemacht, damit er weiterhin ein Volumen von gut zwei Litern fasst.

Aufgrund der großen Grundfläche sind meist (gilt besonders für den besagten Vitamix Behälter) besonders lange Messer integriert. Hieraus ergibt sich ein enormer Vorteil: Bei gleicher Drehzahl entwickelt ein langes Messer gegenüber einem kurzen Messer einer höhere Umlaufgeschwindigkeit. Somit schlagen die Messer im Außenbereich noch wuchtiger auf das Mixgut ein, was zu einem entsprechend guten Ergebnis führt. Behälter mit großer Grundfläche sind daher hervorragend zur Zerkleinerung pflanzlicher Zutaten geeignet, es lassen sich wunderbare Smoothies zubereiten.

Im Gegenzug wird eine stattliche Füllmenge vorausgesetzt. Beim Smoothie ist dies meist kein Thema, doch Nussmus, Dips, Brotaufstriche etc. müssen schon in sehr großen Mengen zubereitet werden. Dies kann die Freude an der Zubereitung trüben, zumal das Ausprobieren neuer Speisen womöglich teuer wird.

Kleine Behälter

Das genaue Gegenstück verkörpern die kleinen Mixbehälter, wie zum Beispiel die kompakten 0,9 Liter Zusatzbehälter von Vitamix oder der 1 Liter Square Behälter von Bianco. Der kleinste Standardbehälter kommt übrigens auch aus dem Hause Vitamix. Der S30 ist mit einem wirklich kompakten Behälter ausgestattet. Er fasst zwar 1,4 Liter, doch seine Grundfläche ist vergleichsweise klein.

Ein kleiner Behälterboden bietet enorme Vorteile, zumindest wenn es um das Experimentieren geht. Es lassen sich auch kleine Mengen an Zutaten verarbeiten, was oftmals ungemein praktisch ist. Allerdings soll dies nicht heißen, dass kleine Mixbehälter automatisch am besten sind. Der Vitamix S30 mag zwar einen kleinen Standardbehälter haben, doch wie schon angedeutet, haben längere Messer gewisse Vorzüge, wenn es zum das Zerkleinern der Zutaten geht.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Behälter mit kleiner Grundfläche einen großen Vorteil bei der Zubereitung kleiner Mengen bieten. Große Behälter wiederum mit ihren längeren Messern punkten, da sie das Mixgut hervorragend zerkleinern.

Konsequenz: Zusatzbehälter kann sinnvoll sein

In Abhängigkeit davon, welche Speisen mit dem Mixer zubereitet werden sollen, bietet sich die Anschaffung eines Zusatzbehälters an. Ein gutes Beispiel ist der Vitamix Pro 750. Wer sich diesen leistungsstarken Mixer der Spitzenklasse anschafft, muss mit dem großen Behälter vorlieb nehmen. Wie schon angedeutet wurde, lassen sich damit perfekte Smoothies zubereiten. Aber für die Zubereitung von Dips und ähnlichen Speisen ist er eher nicht geeignet – es sei denn, man möchte durchweg sehr große Mengen zubereiten.

Die Verwendung eines Zusatzbehälters kann in solch einem Fall ungemein attraktiv sein. Entscheidend ist zunächst, dass entsprechende Behälter überhaupt erhältlich sind. Dies ist keine Selbstverständlichkeit, leider gibt es mehrere namhafte Mixerhersteller, die keine Zusatzbehälter anbieten. Aus diesem Grund kann es durchaus empfehlenswert sein, sich bei der Wahl des Mixers auf Hersteller wie Bianco oder Vitamix zu beschränken.

Sofern ergänzende Behälter erhältlich sind, stellt sich die nächste Frage, nämlich ob einer davon geeignet ist. Eine Anschaffung ist nur sinnvoll, wenn der Behälter einen echten Zusatznutzen verspricht und somit die Nutzungsmöglichkeiten des Mixers erweitert oder schlichtweg bessere Ergebnisse verspricht.

Konzepte der Herstellers

An dieser Stelle möchte ich näher auf die Zusatzbehälter von Bianco di puro und Vitamix eingehen. Es ist hilfreich, deren Fähigkeiten und Stärken zu kennen. Nur so ist abzuschätzen, ob sich eine Anschaffung tatsächlich lohnt.

Den Anfang macht Vitamix. Soweit es mir geläufig ist, werden am deutschen Markt fünf Behälter angeboten, nämlich die beiden Standardbehälter des Pro 750 und des TNC 5200 sowie ergänzend ein 1,4 Liter Nassbehälter sowie zwei kleinere Behälter mit je 0,9 Litern.

Am spannendsten finde ich den 0,9 Liter Mixbehälter mit Trockenschneidemesser. Da wären zunächst seine Messer mit seitlich abgerundeten Schneiden. Sie sind für grobe Arbeiten ausgelegt und daher sehr hart im Nehmen. Egal ob man Nüsse oder Eiswürfel zerkleinern möchten, hier punkten die Messer. Zugleich ist die Grundfläche außerordentlich klein, was die Zubereitung von Speisen in keinen Mengen erleichtert. Die normalen Behälter sind bei Vitamix in der Grundfläche so groß, dass ihre Sockel über die Stutzen auf dem Motorblock reichen. Die 0,9 Liter Behälter sind hingegen so schmal, dass sie zwischen diese Stutzen gesteckt werden. Daraus ergibt sich eine besonders kleine Grundfläche.

Im Hause Bianco gibt es keine Behälter mit einer solch kleinen Grundfläche. Die kleinste Fläche hat der Square Behälter zu bieten – und das in Verbindung mit den längsten Messern. Dadurch kann er mit einer enormen Wucht auf das Mixgut einschlagen. Allerdings ist eher zur Zerkleinerung pflanzlichen Mixguts geeignet, Eiswüfel, Nüsse und Co packen die Messer zwar auch, allerdings möchte ich ihnen dies nicht auf Dauer antun. Die Grundfläche ist in Ordnung, dürfte aber noch ein wenig kleiner sein. 200 ml sind die absolute Mindestmenge, damit der Behälter einigermaßen arbeiten kann.

Hinweis: Die schöne Optik des Standardbehälters bewahren

Es gibt noch einen weiteren Punkt, der für die Anschaffung eines Zusatzbehälters sprechen kann. Hierbei handelt es sich um die Tatsache, dass die Zerkleinerung bestimmter Zutaten sichtbare Spuren am Mixbehälter hinterlässt. Wer beispielsweise Getreidekörner im Mixbehälter schrotet oder Kaffeebohnen mahlt, muss zwangsläufig mit einer zerkratzen Oberfläche rechnen, d.h. der schöne Behälter wird mit der Zeit richtig matt. Wer sich hieran stört, ist mit dem Kauf eines weiteren Behälters sehr gut beraten. Alle Zutaten mit harter Oberfläche werden dann konsequent darin zerkleinert, um den Hauptbehälter zu schonen.

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