Obst, Gemüse und Wildkräuter in leckere rohköstliche Säfte verwandeln. Mit diesen Tipps holen Sie beim Entsaften alles aus den Zutaten heraus.

Selbst gemachte Säfte sind am besten. Schließlich legt Sie selbst fest, welche Zutaten zu Saft verarbeitet werden. Zugleich erfolgt die Pressung ganz frisch, sodass der Saft die meisten Nährstoffe bereitstellt.

Dennoch sind beim Arbeiten mit dem Entsafter einige Regeln zu beachten. Wenn Sie erstklassige Rohkostsäfte, die reich an Mineralstoffen und Vitaminen sind, selbst zubereiten möchten, berücksichtigen Sie folgende Tipps zum Entsaften.

Tipp 1: Nur beste Lebensmittel als Saftzutaten verarbeiten

Damit der Saft möglichst viele Nährstoffe bereitstellt, müssen die Saftzutaten von höchster Qualität sein. Gefragt sind frische Lebensmittel in Bio-Qualität. Frische ist wichtig, weil der Nährstoffgehalt mit der Zeit abnimmt. Bio-Qualität spielt vor allem deshalb eine große Rolle, weil keine unerwünschten Giftstoffe (die z.B. von Pestiziden stammen) in den Rohkostsaft geraten sollen.

Ein weiterer Aspekt ist der Nährstoffgehalt. Bio-Lebensmittel wachsen auf Ackerflächen heran, die deutlich weniger stark als in der konventionellen Landwirtschaft ausgelaugt sind. Ob Obst oder Gemüse, die geernteten Lebensmittel können mehr Mineralstoffe sowie weitere Nährstoffe bereitstellen.

Tipp 2: Den richtigen Entsafter verwenden

Ein Dampfentsafter ist schön effizient, doch mit seiner Hitze zerstört er viele Nährstoffe. Einige Vitamine mögen das zwar wunderbar verkraften, doch so manches Enzym hingegen nicht. Deshalb sollten Sie Ihre Zutaten lieber schonend zu entsaften, was am besten mit einem Slow-Juicer gelingt.

Slow-Juicer punkten gleich mit zwei Eigenschaften. Zum einen drehen sie schön langsam, wodurch sich die Oxidation auf ein Minimum verringert. Oxidation (eine chemische Reaktion der Lebensmittel mit dem Sauerstoff aus der Luft) ist ungewünscht, weil sie den Gehalt bestimmter Nähr- und Vitalstoffe erheblich reduzieren kann. Zum anderen erzeugen Slow Juicer relativ wenig Wärme, was wiederum dem Schutz der Inhaltsstoffe zugute kommt. Sofern Interesse an solch einem Entsafter besteht, kann ich den Omega Juicer 8226 empfehlen.

Für die Herstellung eigener rohköstlicher Säfte entscheiden sich viele Menschen für einen Vertikal-Entsafter. Grundsätzlich ist gegen solch einen Slow Juicer nichts einzuwenden. Die vertikalen Entsafter sind im Vergleich zu den horizontalen Modellen meist komfortabler zu bedienen und nehmen weniger Platz in der Küche weg. Allerdings kommen sie mit sehr feinen Zutaten (z.B. grünes Blattgemüse oder Weizengras) sowie weichen Lebensmitteln (z.B. ältere Birnen) nicht so gut zurecht. Wer solche Lebensmittel regelmäßig entsaften möchte, entscheidet sich am besten für einen horizontalen Entsafter.

Tipp 3: Den Rohkostsaft frisch genießen

Die bereits angesprochene Oxidation ist alles andere als erfreulich. Nicht nur bestimmte Nährstoffe werden durch sie zerstört. Außerdem setzt bei einigen Lebensmitteln ein Fäulnisprozess ein, sobald ihr Fruchtfleisch mit Sauerstoff in Berührung kommt. Die Folge ist ein Nährstoffverlust in Verbindung mit einer Verfärbung des Saftes sowie die Entstehung eines ungewünschten Geschmacks. Ein ähnliches Risiko geht übrigens auch vom Sonnenlicht aus. Bestimmte Vitamine reagieren auf UV-Licht sehr empfindlich. Folglich ist es am besten, frisch gepresste Säfte am besten sofort zu trinken.

Tipp 4: Bei Aufbewahrung die Frische erhalten

Wenn Sie Ihren Rohkostsaft nicht sofort trinken können oder einen Teil des Saftes aufbewahren möchten, empfiehlt sich die Aufbewahrung in einer Glasflasche mit schmalem Flaschenhals. Die Flasche wird möglichst bis oben hin befüllt, damit wenig Raum zur Oxidation gegeben ist. Sie wird mit einem Deckel verschlossen und in den Kühlschrank gestellt. Nicht nur die niedrige Temperatur ist von Vorteil, außerdem ist der Saft darin vor Licht / UV-Strahlen geschützt.

Tipp 5: Zutaten clever miteinander kombinieren

Je mehr Zutaten in den Saft kommen, desto einzigartiger und leckerer wird der Geschmack – so denken die meisten Menschen. Doch leider ist es genau anders herum. Je mehr Zutaten entsaftet werden, desto langweiliger schmeckt im Regelfall der Saft. Deshalb ist es besser, sie beschränken sich bei Ihren Saftrezepten auf ca. 3 bis 4 Zutaten. So schmecken die meisten Säfte am besten.

Im Übrigen empfiehlt es sich, die Rezepte möglichst oft zu wechseln. Es gibt so viele leckere Saftrezepte, weshalb es schade wäre, sich z.B. nur auf den typischen Karotte-Apfelsaft zu beschränken. Vor allem Gräser, wie z.B. Weizengras, sind leckere und zugleich sehr nährstoffhaltige Zutaten, die nur darauf warten, entdeckt zu werden.

Bonus-Tipp: Zitrusfrüchte zur Verringerung der Oxidation einsetzen

Einige Saftzutaten, wie z.B. Apfel oder Birne, neigen bei Kontakt mit Sauerstoff besonders schnell zur Verfärbung. Der Saft färbt sich bräunlich und schmeckt nicht mehr so lecker. Sie können diesen Effekt stark verringern, indem Sie das jeweilige Saftrezept um eine Zitrusfrucht erweitern. Ob Zitrone oder Limette, die enthaltene Fruchtsäure leistet wahre Wunder. Allerdings muss die Dosierung stimmen. Wenige Tropfen genügen leider nicht, je nach Saftmenge sollten Sie eine halbe oder eine ganze Frucht hinzugeben. Diese entsaften Sie bitte nicht erst am Schluss, sondern lieber schon relativ früh, damit die drauf folgenden Flüssigkeiten mit der Fruchtsäure reagieren können und den benötigten Schutz erhalten.

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