Für zahlreiche Menschen ist Kuhmilch ein fester Bestandteil ihrer alltäglichen Ernährung. Überraschend ist dies nicht, schließlich wird uns schon im Kindesalter gelehrt, Milch sei besonders gesund. Vor allem der Wert des enthaltenen Kalziums, das die Knochen stärken soll, wird gerne betont.

Ist Kuhmilch etwa ungesund?

Inzwischen sind sich Mediziner und Ernährungsexperten nicht mehr so sicher, ob Kuhmilch tatsächlich auf den täglichen Speiseplan gehört. Es mehren sich die kritischen Stimmen, einige Experten halten Milchprodukte sogar für gesundheitsschädlich und raten daher vom Verzehr dringend ab. Außerdem liegen mehrere wissenschaftliche Studien vor, die der Milch keineswegs nur gute Eigenschaften attestieren. Kritiker argumentieren auch gerne damit, dass Milch zur Ernährung junger Säuger gedacht ist, aber nicht für die Zeit danach. Zumal wir Menschen auch noch Kuhmilch konsumieren – sprich eine Nahrung, die im ursprünglichen Sinne für Kälbchen gedacht ist.

Die Milch soll auf dieser Seite jedoch nicht schlecht geredet werden. Vermutlich liegt die Wahrheit irgendwie in der Mitte, d.h. sie kann durchaus gute Seiten haben, jedoch sollte der Verzehr nicht übertrieben hoch ausfallen. Wer Milchprodukte in großen Mengen konsumiert, sollte sich fragen, ob es nicht sinnvoll wäre, den Konsum zu reduzieren. Niemand muss vollständig verzichten, aber eine Verringerung des Milchkonsums könnte sinnvoll sein.

Gründe für einen Milchverzicht

Menschen, die sich für einen Verzicht von Milchprodukten entscheiden, haben ganz verschiedene Gründe. Als häufige Ursachen gelten vor allem Lactoseintolleranz und Hautprobleme. Aber auch Reizdarm und andere Erkrankungen werden als Gründe angeführt.

Doch nicht nur gesundheitliche Gründe können für einen Milchverzicht sprechen. Ein nicht unerhebliches Thema ist die moderne Milchproduktion. Viele Menschen trinken täglich Milch, ohne sich Gedanken über deren Herkunft zu machen. Dabei könnte dies sehr aufschlussreich sein: Der technische Fortschritt hat die Milchproduktion nicht ausgeklammert. Ganz im Gegenteil: Moderne Methoden von Zucht und Haltung lassen die Frage aufkommen, wie wir dies den Tieren antun können.

Was den Milchersatz so reizvoll macht

Ein kompletter Verzicht auf Milchprodukte würde den meisten Menschen ungemein schwer fallen. Immerhin ist das Spektrum an Produkten breit gefächert und etliche davon schmecken richtig lecker. Es fängt bereits beim Frühstück an, viele Menschen würden auf ihr Müsli oder ihre Cornflakes nur ungern verzichten. Aber auch beim Kaffee, beim Kochen oder Backen dürfen Milchprodukte häufig nicht fehlen.

Eine attraktive Lösung besteht darin, auf milchhaltige Speisen nicht zu verzichten, sie jedoch abzuwandeln bzw. die Milch zu ersetzen. Inzwischen gibt es zahlreiche vegane Milchalternativen, d.h. ein Milchersatz ist schnell gefunden. Die Auswirkungen auf Geschmack und Konsistenz liegen durchaus im Rahmen, sodass ein Umstieg machbar ist.

Milchalternativen im Überblick

Das Spektrum an Lebensmitteln, die als Milchersatz in Frage kommen, ist weitaus größer, als viele Menschen zunächst vermutlich – und einige davon lassen sich sogar im Mixer selber herstellen. Allerdings ist anzumerken, dass keines der Milchersatzprodukte einen geschmacklichen eins zu eins Ersatz verkörpert. Auf den ersten Blick mögen einige zwar sehr ähnlich oder nahezu identisch aussehen, doch beim Geschmack sind Unterschiede festzustellen. Genau aus diesem Grund gibt es so viele unterschiedliche Vorlieben bei der Wahl des Milchersatzes.

Mandelmilch

Mandelmilch weiß besonders bei Farbe und Konsistenz zu beeindrucken. Optisch ist sie von Kuhmilch gar nicht so leicht zu unterscheiden. Der Geschmack ist jedoch anders, sie schmeckt deutlich wässriger und weißt zugleich ein leichtes Nussaroma auf.

Für mich persönlich ist Mandelmilch der beste Milchersatz. Die Zubereitung im Mixer ist ein Kinderspiel. Im folgende Rezepte zeige ich, wie man Mandelmilch selber machen kann.

In Sachen Farbgebung ist die Cashewmilch minimal dunkler als Kuhmilch. Ihre Konsistenz ist nicht so wässrig wie bei der Mandelmilch, sie kann sogar etwas dickflüssiger als echte Milch sein. Im Geschmack ist sie relativ nussig. Hier mein Cashewmilch Rezepte.

Hafermilch

Aus meiner Sicht stellt Hafermilch einen sehr großen Kompromiss dar, weder farblich noch geschmacklich kommt sie so nah wie die zuvor genannten Alternativen an echte Milch heran. Was sie auszeichnet, sind die Herstellungskosten: Kein anderer Milchersatz lässt sich so preiswert herstellen. Auch für Hafermilch habe ich ein Rezept erarbeitet.

Reismilch

Ähnlich wie Hafermilch weiß auch Reismilch mit vergleichsweise niedrigen Kosten in der Zubereitung zu überzeugen. Klassischerweise wird der Reis fermentiert, doch es geht auch anders. Im Geschmack ist die Milch etwas fade, weshalb sich das Süßen mit Datteln oder anderen Zutaten anbietet.

Sojamilch
Mindestens so verbreitet wie Mandelmilch ist Sojamilch. Allerdings habe ich mich mit ihr noch nicht befasst, weshalb ein Rezept aussteht.

Warum Milchersatzprodukte selber herstellen?

Da veganer Milchersatz im Trend liegt, ist die Auswahl im Handel entsprechend groß. Wer beispielsweise Sojamilch kaufen möchte, hat die Qual der Wahl. Allerdings können sich viele Soja- und Getreidedrinks nur bedingt im Test behaupten. Es gibt zahlreiche Produkte, die unerfreuliche Zusatzstoffe (z.B. Konservierungsstoffe oder auch große Mengen Zucker) enthalten und daher besser nicht konsumiert werden. Außerdem sind die kommerziellen Milchersatzprodukte oftmals sehr kostspielig.

Folglich bietet es sich geradezu an, auf die Zubereitung in Eigenregie zu setzen. Die meisten Rezepte sind schnell umgesetzt und zudem bietet sich eine tolle Möglichkeit, den eigenen Hochleistungsmixer noch häufiger einzusetzen. Der Verzicht auf Zusatzstoffe stellt überhaupt kein Problem dar, da eine lange Haltbarkeit nicht

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Hallo,
    ich wollte mal kurz anmerken, dass der Link für die Reismilch und die Cashewmilch hier das gleiche LinkZiel haben. 😉

    1. Danke, habe den Link zur Hafermilch – die war es – korrigiert.

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